Marcus Wilson (Produzent), die Produktionsleiter Murray Ferguson und Patrick
Spence, Lizzie Mickery (Paradox-Schöpferin und Autorin) und Simon Cellan
Jones (Regisseur) sprechen über die Ambitionen und Vision von Paradox.
„Wir wussten, dass es ein Verlangen nach einer gewagten, frischen Version
einer Polizeisendung gab“, erklärt Murray Ferguson - Geschäftsführer
von Clerkenwell Films. „Etwas, das sich vom klassischen Schema ein Verbrechen
zu untersuchen unterscheiden durfte. Also haben wir angefangen zu überlegen,
wie es wäre, wenn wir einen Weg finden, die Geschichte andersherum zu
erzählen. Ist es glaubwürdig, wenn ein Polizeiteam von Verbrechen
oder Katastrophen in der Zukunft weiß?“
Die nächste Aufgabe für Murray und den Rest des Clerkenwell Teams
bestand darin, einen Schriftsteller zu finden, der diese Idee umsetzen und
einen plausiblen Aufbau entwerfen konnte.
„Wir wollten, dass die Sendung so wirkt, als könnte dies wirklich
so in der Realität passieren“, setzt Murray fort. „Wir mussten
einen Autor finden, der sich an dieser einfachen Idee festhalten und sie voranbringen
konnte. Jemanden, der das Problem lösen konnte die Geschichte zu erzählen.
Jemanden, der die Grundvoraussetzungen, die Charaktere und die Welt gestalten
konnte.“
Die Wahl fiel auf Drehbuchautorin Lizzie Mickery. Sie hatte eine nachweisbare
Erfolgsbilanz im Gestalten von komplexen, fesselnden und faszinierenden Handlungen.
Das hatte sie auch durch ihre spannenden Geschichten für Messiah (BBC
One) gezeigt.
„Ich war schon immer an Entscheidungen interessiert, die man unbewusst
trifft“, enthüllt Lizzie. „Man biegt links ab, geht nach Hause
und nichts passiert. Man biegt rechts ab und wird vom Bus überfahren.
Unsere Zukunft ist da draußen, aber niemand von uns hat eine Ahnung auf
was wir zusteuern. Dort habe ich mit Paradox angefangen. Paradox zeigt die
moralischen und emotionalen Auswirkungen, wenn man die Möglichkeit besitzt,
die Zukunft zu ändern.“
Als Clerkenwell Films diese Idee BBC vorstellte, war Patrick Spence vom Konzept
hingerissen. Patrick erklärt: “Es kommt nicht jeden Tag vor, dass
so ein gutes Konzept zur Tür hereinspaziert. Es hat uns vom ersten Tag
an begeistert.“
Murray brachte Marcus Wilson als Produzent mit an Bord. Zusammen setzten
sie den preisgekrönten Simon Cellan Jones als leitenden Regisseur des
Projekts ein sowie Omar Madha, der bei Folge vier und fünf Regie führte.
Die renommierte Weltraum-Wissenschaftlerin Dr. Margaret Aderin wurde während
des Entwicklungsprozesses auch mit in die Mannschaft berufen. Sie sollte die
Theorien in dem Skript bestätigen.
Marcus erklärt: „Lizzie hat eine Menge Recherche betrieben. Es
war großartig Maggie mit an Bord zu haben. Sie hat uns mit unbezahlbarem
Rat beiseite gestanden und dabei geholfen, die Wissenschaft hinter bestimmten
Geschichten faszinierend, leicht verständlich und für die Zuschauer
zugänglich zu machen.“
Für den gefeierten Regisseur Simon Cellan Jones war der Aufbau einer
neuen Serie eine neue Herausforderung.
„Es war anregend an einer Sendung zu arbeiten, die so sehr auf Energie
und Adrenalin angewiesen ist. Ich war von der Idee begeistert, dieses hochwertige
Konzept in einer toughen, optisch faszinierenden Realität zu erden“,
erklärt Simon. „Ich war anfangs skeptisch, da ich dachte, dass es
eine Sci-fi-Sendung ist. Aber als ich das Skript gelesen habe, bemerkte ich,
dass es nicht nur das war. Es war etwas viel dunkleres und tieferes. Als ich
dazukam, war ich begeistert davon die ganze Sendung aufzubauen und das Aussehen
zu gestalten und bei der Rollenverteilung involviert zu sein.“
Murray erklärt, dass die Hauptrolle von DI Rebecca Flint mit Tamzin
Outhwaite besetzt wurde. Sie haben sich früh entschieden die Schlüsselrolle
mit ihr zu besetzen.
„Wir wussten immer, dass wir Tamzin wollen. Sie kommt ganz am Anfang
als eine Person in die Serie, mit der das Publikum mitfühlen würde.
Wir waren uns alle einig, dass Rebecca das Publikum mitreißen kann. Wir
wollten den Charakter des Christian als eine geheimnisvolle Person, aber mit
Ecken und Anziehungskraft. Emun Elliott brachte diese Qualitäten alle
mit“, fährt Murray fort. „Mark Bonnar ist ein sehr erfahrener
Schauspieler, von dem wir wussten, dass er die Stärke und Energie mitbringt,
die wir für Ben brauchten. Chiké Okonkwo überzeugte uns, dass
er sowohl die Wirkung als auch die Bandbreite als Schauspieler hatte, um Callum
auf seine dunkle Reise zu begleiten.“
Nachdem die Besetzung vollständig war, entwickelten die Aufnahmen der
Serie eine einzigartige Dynamik.
„Ich hoffe, wir überraschen die Zuschauer“, sagt Simon. „Einerseits
möchte ich, dass die Zuschauer erwarten, dass es eine durchschnittliche,
kommerzielle, amerikanische Serie wird. Dann aber gleichzeitig überrascht
sind, dass es mit der Wirklichkeit verwurzelt ist. Während wir gedreht
haben wollte ich, dass die Schauspieler sich eher in den Ablauf vertiefen als
sich zurückzunehmen. Und ich wollte nicht, dass es zu kompliziert inszeniert
wird. Zusätzlich zur Spannung und um das großartige Tempo jeder
Folge beizubehalten, baute man einen Countdown-Zähler in das Prometheus-Labor
ein. „Wir fanden das würde funktionieren, um das Publikum daran
zu erinnern, dass die Zeit abläuft“.
„Ich sehe Paradox als charaktergesteuerten Thriller an, der sein packendes
und Adrenalinspiegel hebendes Tempo beibehält. Die tickende Uhr hilft
dabei den Zuschauer zu beteiligen und vor dem Bildschirm zu halten. Wir wollen
dem Publikum keine Chance geben, zur Ruhe zu kommen.“
„Ich stimme Simon zu“, fährt Marcus fort. „Für
mich war es wichtig die Spannung und die Geschwindigkeit rüberzubringen.
Wir wollten der Sendung eine sehr reales Gefühl geben, aber nicht im Dokumentarstil
arbeiten. Wir wollten mehr das Gefühl vermitteln, dass es genau vor unserer
Tür stattfinden könnte.“
BBC und Patrick sind von den Ergebnissen begeistert. „Es war so aufregend,
das Produktionsteam und Simon zu beobachten. Besonders wie sie Leben in jeden
Teil der Sendung eingehaucht haben, so dass es unsere größten Erwartungen überstieg.
Es ist schwer in Worte zu fassen, wie stolz wir auf Paradox sind. Für
seine Kühnheit, sein Vertrauen und seine Intelligenz – alles zusammengefasst
in eine Adrenalinspiegel hebende Achterbahnfahrt jede Woche“, sagt Patrick.
Lizzie glaubt, dass Paradox nicht nur ein halsbrecherischer Thriller voll
von Puzzle- und Untersuchungselementen ist sondern auch lebensverändernde
Fragen aufwirft. „Wenn man anfängt Dinge zu verändern, bringt
man da nicht die Ordnung des Lebens durcheinander?“ grübelt Lizzie. „Wenn
jemand im Begriff ist zu sterben und man ihn rettet, gefährdet man da
nicht die Zukunft von anderen Menschen? Große Fragen wie: Sollte man
den Einzelnen für die Masse opfern? kommen da ins Spiel. Hoffentlich wird
Paradox eine packende und spannende Sendung“.
Die Sendung wurde in nur 13 Wochen gedreht, so dass die Produktion einen
extrem engen Zeitplan hatte und eng zusammenarbeitete, um anspruchsvolle Szenen
pünktlich zu drehen.
„Wir haben komplexe, komplizierte Szenen mit Verfolgungen und Explosionen
gedreht“, erklärt Marcus. „Es war eine wirkliche Teamleistung,
dass alles funktioniert hat.“
„Es war auch total anspruchsvoll“, verrät Simon. „Ich
wollte große Action-Szenen aufnehmen, aber gleichzeitig wollte ich auch
die Intimität, Direktheit und Realität der Sendung aufrechterhalten.
Ich ordne immer an viel mehr zu filmen als man erwartet, aber glücklicherweise
hatte ich einen sehr erfahrenen Kameramann mit an Bord.“
„Wir wurden auch durch das Wetter behindert“, erklärt Marcus. „Es
war über den Sommer sehr unbeständig. Jede Folge war für eine
sehr kurze Zeitperiode festgesetzt, so dass das wechselhafte Wetter Chaos verursachte.
Er war schwer, Wetterzustände herzustellen. Am Ende haben wir entschieden,
dass es in Folge 5 durchgehend regnet!“
Zusammenfassend sagt Marcus über den 5-teiligen Thriller: „Ich
hoffe die Zuschauer sehen Paradox als packende Achterbahnfahrt mit jeder Menge
Spannung, Gefühl und Gruselspaß. Sie soll begeistern und Angst
machen. Aber die Serie soll die Zuschauer auch mit der Frage zurücklassen,
was sie tun würden, wenn sie die Möglichkeit hätten die Zukunft
zu ändern.“