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Superstorm  [OT: Superstorm]

Die Fakten hinter „Superstorm“

„Superstorm“ mag sich ansehen wie ein typischer Katastrophenfilm, jedoch basiert das Script auf harten Fakten. Das Prinzip der dramatischen Aufarbeitung von wissenschaftlichen Stoffen wurde von Produzentin Ailsa Orr in paralleler Form schon im Vorgänger „Supervulkan“ umgesetzt.

Warum wird New York als Schauplatz einer Hurrikan-Katastrophe gezeigt? Die Stadt liegt nicht in einem typischen Hurrikan-Gebiet ...

„Es ist ziemlich sicher, dass New York eines Tages von einem schweren Hurrikan heimgesucht wird. Die Frage ist nur, wann.“
(Dr. Chris Landsea, National Hurricane Center)

Hinter dieser Aussage steckt die These, dass die globale Erwärmung bereits seit Jahren zu einem Erstarken der Sturmaktivitäten über den Weltmeeren führt. Hurrikane erhalten ihre Energie direkt durch die Wärme des Meeres.

„Wir haben festgestellt, dass sich der Anteil der Hurrikane der Kategorie vier und fünf [seit 1970] nahezu verdoppelt hat ... Wenn es also heute Wirbelstürme bis zur Kategorie fünf gibt, müssen wir vielleicht eine Kategorie sechs einfügen.“
(Dr. Greg Holland, National Center for Atmospheric Research)

Erschwerend kommt hinzu, dass der Meeresspiegel immer weiter ansteigt. New York wird binnen weniger Jahrzehnte nur noch zwei Meter über dem Meeresspiegel liegen. Selbst normale Stürme werden dann verheerende Überflutungen hervorrufen. Ein starker Hurrikan jedoch wäre eine Katastrophe biblischen Ausmaßes. Denn er brächte eine Flutwelle von mehreren Metern Höhe mit sich.

Hurrikans türmen durch den herrschenden Tiefdruck in ihrem Zentrum gewaltige Wassermassen unter sich auf. Zusätzlich peitscht der Sturm das Meer zu Tsunami-artigen Wellengebirgen auf.

Dr. Stephen Baig (National Hurricane Center) errechnete mittels der Hurrikan-Computer-Simulation SLOSH, dass beim Zusammentreffen aller ungünstigen Faktoren eine gewaltige Sturmwelle von bis zu neun Metern über Manhattan hereinbräche!

Was geschieht mit Wolkenkratzern in einem Hurrikan?

Dr. Greg Kopp, Fakultät für Bauwesen der University of Western Ontario, testet mit modernen Methoden die Auswirkungen von Stürmen auf Hochhauskonstruktionen:

„Bei einem Hurrikan kann zweierlei passieren: An einer dem Wind zugewandten Gebäudeseite drücken die Winde das Glas nach innen. Die Scherben können in den Wohnbereich fliegen – was man keinem wünscht. An anderen Stellen des Gebäudes kann der Wind das Glas nach außen ziehen, und mit ihm eine Menge anderer Dinge. Und auch hier möchte man sich nicht in Fensternähe befinden.“

Dieser sog. Push-and-Pull-Effekt wird in einem Hurrikan bei hunderten Gebäuden in New York wirksam.

Richard Brodsky, Abgeordneter der New York State Assembly warnt:

„Die Fenster zerspringen bei Windgeschwindigkeiten von etwa 225 Stundenkilometern. Das bedeutet, auf die Menschen in der Stadt regnet es Glasscherben, die dann wie Rasierklingen durch die Straßen fegen. Das macht die Situation in New York bei einem Hurrikan extrem kompliziert.“

Kann man einen Hurrikan tatsächlich mit der Methode der „Entfernten Störung“ von seiner ursprünglichen Bahn ablenken?

Ja, wenn auch bisher nur in der Theorie. Der Praxistest für eine derartige Wettermanipulation steht noch aus. Dazu Kerry Emanuel vom M.I.T.:

„Die Idee basiert auf der Beobachtung, dass viele Hurrikans vor dem Erreichen der Küste ganz harmlos auf das offene Meer abdrehen. Und das geschieht, wenn man so will, auf Grund eines Wetter-Zusammenstoßes ... Ist eines dieser Wettersysteme gerade im Anzug, während sich der Hurrikan dem Festland nähert, beeinflusst es ihn dahingehend, dass er von der Küste weggelenkt wird ... Hier haben wir ein plausibles Szenario: Ein großes Computerprogramm berechnet, wo man eingreifen muss, um einen auf Miami zusteuernden Hurrikan abzuwenden. Dieser Punkt liegt in der Atmosphäre irgendwo im Ostpazifik, westlich der Vereinigten Staaten. Dann schickt man eine Flotte speziell konstruierter Flugzeuge los. Sie hinterlassen eine bestimmte Art von Kondensstreifen, zum Beispiel aus umweltverträglichem (feinen) Kohlenstaub. Er verteilt sich in einer Luftschicht,  die in großer Höhe Richtung Westen treibt. Dieser Streifen, der vielleicht über tausend Kilometer lang ist, aber nicht sehr breit, würde Sonnenlicht absorbieren. Die Folge wäre eine kleine Temperaturveränderung von einem halben Grad. In der Atmosphäre würde diese Temperaturstörung natürlich verstärkt. Während sie ostwärts über die USA zieht, würde sich daraus ein normales Wettersystem bilden. Es ist ein Tiefdruckgebiet, so wie wir es ständig haben. Aber hier entsteht es, wann und wo wir es wollen. Drei Tage später trifft dieses Tief auf unseren Hurrikan und drängt ihn aufs Meer ab, so dass er nie das Land erreicht. Das ist ein durchaus plausibles Szenario.“

Wurden Hurrikans tatsächlich schon mit der Methode der Wolkenimpfung bekämpft?

Ja. Das im Film beschriebene „Project Stormfury“ gab es tatsächlich. In den 60er Jahren versprühte die Airforce Silberjodid in die Sturmwolken von Hurrikane, um künstlich eine zweite Eye-Wall zu erzeugen. Diese sollte dem Hurrikan die Kraft nehmen. Anfänglich schienen die Experimente ein voller Erfolg. Doch weitere Forschungen führten zu der Erkenntnis, dass Hurrikane auch durch natürliche Ursachen eine zweite Wolkenwand bilden können. Die analytischen Mittel, um die Wirkung der menschlichen Eingriffe nachzuweisen, fehlten zu dieser Zeit.

Dass eine derartige „Wolkenimpfung“ allerdings zu einer Kursänderung des Hurrikans führt (wie in „Superstorm“ gezeigt), ist heute tatsächlich nachgewiesen. Dr. Roelof Bruintjes vom National Center for Atmospheric Research untersuchte mit modernen Computermodellen erneut die Daten von „Stormfury“ und kam zu überraschenden Ergebnissen:

„An der Stärke des Hurrikans hatte sich nichts geändert. Es gab noch immer die heftigen Winde, die hochreichenden Wolkensysteme, den Regen. Etwas überraschend war aber, dass die Zugbahn des Hurrikans um wenige Grad verschoben schien.“

An welchen Methoden der Wettermanipulation wird derzeit gearbeitet?

Die UN treibt momentan Wolkenimpfungs-Programme in 47 Ländern voran, um dem Problem der extremen Wasserknappheit zu begegnen, das eine Folge des weltweiten Klimawandels ist. Mittels sog. „hydroskopischer Brenner“ wird Salz in die Wolken geschleudert. Dies führt zum Abregnen der Wolken. Einer der federführenden Experten ist Dr. Deon Terblanche, UN World Meterological Organisation (WMO):

„Eine durchschnittliche Regenwolke enthält etwa acht Millionen Tonnen Regenwasser. Es gibt also eine riesige Menge ungenutztes Süßwasser am Himmel.“

Besonders auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion wurde das Prinzip der Wolkenimpfung im breiten Maßstab in der Praxis angewendet. So auch nach der Tschernobyl-Katastrophe, als über weiten Gebieten Weißrusslands radioaktiv verseuchte Regenwolken zum Abregnen gebracht wurden.

Jaime Murray gilt als eine der vielversprechendsten und talentiertesten Newcomer im britischen Film- und Fernsehbereich: „Hustle – Unehrlich währt am längsten“ war ihre erste Hauptrolle überhaupt, seitdem kann sich die 1977 in London als Tochter des bekannten britischen Schauspielers Billy Murray geborene Jaime vor Angeboten nicht mehr retten. Nach dem College studierte Jaime zuerst Psychologie und Philosophie, brach das Studium dann aber zugunsten einer Schauspielkarriere ab. Nach diversen Bühnenstationen und kleinen Fernsehrollen in TV-Serien wie „Keen Eddie“ oder „The Bill“ kam mit „Hustle – Unehrlich währt am längsten“ der internationale Durchbruch.

 

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