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Darfur schreiendes Land

Hunderttausende sind seit Ausbruch der Krise in Darfur im Jahre 2003 umgekommen, und Hunderttausende wurden aus ihren gebrandschatzten Dörfern vertrieben. Die schwarze sudanesische Zivilbevölkerung ist Zielscheibe systematischer Tötungsaktionen. Hinter den Linien der Rebellen, in Gebieten, in denen vorher noch nie ein Fernsehteam gedreht hat, befinden sich zahlreiche Massengräber.

Die Reporterin Hilary Andersson erfährt in einem Dorf, das wiederholt von der sudanesischen Armee und den für ihre Grausamkeit bekannten Dschandschawid-Milizen überfallen wurde, von der Ermordung schwarzer sudanesischer Kinder in ihrer Schule, von Vergewaltigungen und von der Zerstörung des ganzen Dorfes. Fatima, eines von unzähligen Vergewaltigungsopfern, hörte von ihren Peinigern, sie würden sie solange vergewaltigen, bis sich ihre Rasse ändere. Die Überlebenden dieser Angriffe suchen in Flüchtlingslagern Zuflucht. Aber dort werden sie von den gleichen bewacht, die ihre Familien umgebracht haben. Auch in den Lagern gibt es Vergewaltigungen, und Männer, die die Lager verlassen wollen, werden getötet.

Die Internationale Staatengemeinschaft richtet das Hauptaugenmerk auf die humanitäre Katastrophe in den Flüchtlingslagern. Doch der Dokumentarfilm zeigt, dass auch das Morden weitergeht. Der Film fragt, wer die Mörder und ihre Auftraggeber sind, und spürt den Dschandschawid-Anführer auf, den das US-Außenministerium als meistgesuchten Kriegsverbrecher verfolgt.

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