Die Population Indiens wird in den nächsten zehn Jahren China überholen. Dank seiner wirtschaftlichen Kraft wird das Land bis zum Jahr 2030 mit den USA gleichziehen. In einer chronologischen Aufarbeitung der Geschichte Indiens vollzieht Michael Woods die enormen Veränderungen nach, denen das Land unterworfen war und die seine Einwohner zu immer neuer Anpassung zwangen.
In packenden Filmaufnahmen schildert die Reihe den Aufstieg Indiens zu einer der führenden Wirtschaftsnationen der Antike, nachdem es die Gewürz- und Seidenstraßen ausgebaut hatte. Sie zeigt, wie nach dem Zusammenbruch des römischen Imperiums im Mittelalter die Zeit des Goldes anbrach. Während der Renaissance erlebte der Subkontinent, dank seiner großen Vorkommen an Rohstoffen und Wäldern, eine wirtschaftliche Blüte.
In der Zeit der Mogule (1526-1858) entstand unter vielen anderen überragenden Bauwerken das Taj Mahal. Der multikulturelle Staat ermöglichte ein friedliches Zusammenleben vieler verschiedener Religionsanhänger. Von der Kolonialherrschaft der britischen Ostindien-Kompanie seit 1756 unterdrückt, befreite sich das Land erst 1947.
Seit nunmehr 60 Jahren ist dieser Subkontinent eine erfolgreiche Demokratie und die Entwicklung zu einem modernen Staat schreitet mit großen Schritten voran.
Die ersten Siedler
Der Historiker und Reporter Michael Woods bereist Indien und erzählt in sechs Teilen die Geschichte der ältesten und vielschichtigsten Zivilisation der Welt. In der ersten Episode zeigt er, welche Wurzeln die Gemeinschaft aus unterschiedlichen Religionen und Lebensphilosophien verbinden.
Eine Kultur entsteht
In der zweiten Episode trifft der Historiker und Reporter Michael Wood den Dalai Lama, der ihm verdeutlicht, wie wichtig der Buddhismus noch heute für die Inder ist. Seine Reise führt ihn weiter zu den wunderschönen Ebenen des Ganges, durch den Norden des Irak und schließlich nach Patna, der ersten großen Hauptstadt Indiens.
Gewürze und Seide
Zur Zeit des römischen Reichs entwickelte sich Indien zu einer Handelsgroßmacht. Mit Entstehung der Gewürz- und Seidenstraßen wuchs auch die Zivilisation des Landes. Historiker und Moderator Michael Wood beginnt seine Reise in Kerala auf einem alten hölzernen Segelboot, auf dem früher Waren von Südindien nach Rom verschifft wurden. Er findet die verlorene Seite des größten römischen Handelshafens, probiert die älteste Kochkunst Indiens und fährt mit dem Zug nach Madurai, der großen antiken Hauptstadt Südindiens.
Das goldene Zeitalter
Im Mittelalter hatte Indien in nahezu allen Lebensbereichen eine Blüte-Phase. In der Astronomie zum Beispiel entdeckten die Inder das heliozentrische Weltbild, bei dem sich die Planeten um die Sonne drehen. Damit war es möglich, den exakten Kreisumfang der Erde zu ermitteln. Auch die Sinnenfreuden kamen nicht zur kurz - mit dem Kamasutra, dem ersten Erotiklehrbuch der Welt.
Die neuen Herrscher
Als in Europa das Zeitalter der Renaissance anbrach, gehörte Indien zu den wohlhabendsten und bevölkerungsreichsten Zivilisationen der Welt. Historiker und Moderator Michael Wood reist in die Blütezeit indischer Kultur: Er besucht die berühmten Mogulstädte Delhi, Agra und Fatepur. Dort stehen die schönsten Bauwerke Indiens, wie zum Beispiel das Taj Mahal, ein Mausoleum, an dessen Fertigstellung über 20.000 Handwerker beteiligt waren.
Kampf für die Unabhängigkeit
Bis 1948 besetzten die Briten Indien und vereinnahmten den Subkontinent immer stärker, um ihn später in das Britische Commonwealth einzugliedern. Heute kann Indien stolz auf seine sechzigjährige Demokratie zurückblicken und sich zu einer der größten Wirtschaftsmächte der Welt zählen.