Jesus hat tatsächlich gelebt, ist keine mythologische Heldenfigur. Vielleicht ist sein Leben sogar eines der am besten bezeugten in der Antike.
Jesus antwortet auf das Unbehagen und die Hoffnungen der Juden des 1. Jahrhunderts. Doch er passt nicht wirklich in das Bild des erwarteten Messias. Die letzten Tage im Leben Jesu sind schicksalhaft wie nie zuvor.
Folge 1 - Die frühen Jahre
Jesus hat tatsächlich gelebt, ist keine mythologische Heldenfigur. Vielleicht ist sein Leben sogar eines der am besten bezeugten in der Antike. Die merkwürdigen Geschichten, die seine Geburt umranken, erscheinen im Licht heutiger wissenschaftlicher und archäologischer Erkenntnisse glaubhafter als man vermuten würde: Den Stern von Bethlehem könnte es durchaus gegeben haben - allerdings eher als ein astrologisches Ereignis, nicht als astronomisches. Die Geschichte einer außerehelichen Schwanger-schaft nur zu erfinden, wäre in damaliger Zeit ziemlich gefährlich gewesen.
Der Film lässt die Geburtskirche in Bethlehem verschwinden und enthüllt die Höhle (nicht den Stall!), in der Jesus vermutlich geboren wurde. Er zeigt, welche Spiele er als Kind wohl gespielt hat und wie das Haus ausgesehen haben könnte, in dem er lebte. Aufwendige Computergrafiken rekonstruieren den Tempel von Jerusalem, wie ihn Jesus auf seiner ersten Reise staunend erlebte.
Im Mittelpunkt der ersten Folge steht jedoch die Frage, warum Jesus zu predigen begann und sich auf seinen Weg machte. Galiläa war schon damals ein politisch-religiöses Pulverfass, die Juden erwarteten, dass jemand käme und sie aus ihrer Unterdrückung befreie. Der Film zeigt die Höhlen, wo sich die Aufrührer versteckten, fragt nach den Gründen für ihre irrationale Hoffnung und weshalb sie Jesus als ihren Erlöser sahen.
Die Taufe im Jordan ist ein Wendepunkt in seinem Leben. Die Wüste ein idealer Ort nachzudenken und tiefgreifende Entscheidungen zu treffen. Jesus meint, einen Ruf Gottes zu vernehmen. Wie wird er reagieren?
Folge 2 - Der Auftrag
Jesus antwortet auf das Unbehagen und die Hoffnungen der Juden des 1. Jahrhunderts. Doch er passt nicht wirklich in das Bild des erwarteten Messias. Eigentlich sollte dieser eine Armee von Kämpfern um sich versammeln, stattdessen schart Jesus eine Truppe zusammengewürfelter Fischer und einfacher Leute um sich. Er lebt auch nicht draußen in den Höhlen der Rebellen, sondern schlägt sein Hauptquartier im Fischerdorf Kapernaum auf, wo seine Anhänger leben.
Archäologen sind sich ziemlich sicher, dass das dort zu findende "Petrus-Haus" tatsächlich das Haus des Petrus ist, das Jesus besuchte. Der Film rekonstruiert das Haus, zeigt das Leben der Fischer und das erst kürzlich entdeckte Boot aus dem 1. Jahrhundert, einer der aufregendsten Funde heutiger Archäologie.
Jesus beginnt nun seinen Kampf gegen die korrupte religiöse Hierarchie. Ihr Bestehen auf die Reinheitsgesetze hat den jüdischen Glauben zu einem exklusiven Zirkel gemacht. Mithilfe ausgefeilter Computergrafik entsteht der Tempel in Jerusalem neu. Wie lebten die Priester, was taten sie, weshalb war Jesus darüber so verärgert? Dass Jesus zu heilen beginnt und große Menschenmassen anzieht, wird zu einem Affront für die religiösen Führer. Schließlich zieht er in Jerusalem ein. Auf einem Esel in die Stadt zu reiten, ist ein klares messianisches Zeichen. Und nur eine seiner gefährlichen Provokationen zur Zeit des Passahfestes.
Folge 3 - Die letzten Tage
Es scheint, dass Judas direkt neben Jesus gesessen hat, bevor er fortging, um ihn zu verraten. Dass Jesus auf dem Ölberg Bluttropfen schwitzte, meint die heutige Wissenschaft als ein normales Phänomen erklären zu können, "Haematidrosis" genannt.
Seine Festnahme war nicht notwendigerweise eine Folge von Judas' Verrat, meinen Historiker. Vielleicht hat Jesus seine Gefangennahme selbst in die Wege geleitet. Dafür gibt es Hinweise, die zwar umstritten sind, aber erklären könnten, weshalb sich Jesus seiner Arretierung nicht entzog. Offenbar lag ihm daran, den Hohen Priester Kaiphas selbst zu konfrontieren.
Der Film spielt den Prozess Jesu bis zu seiner Verurteilung wegen Blasphemie nach. Aber warum ließ Jesus das geschehen? Es scheint, dass er absichtlich mitwirkte, dass er tatsächlich sterben wollte. Um eine Vorstellung davon zu bekommen, was in ihm vorgegangen sein mag, untersucht der Film Beispiele junger Männer auf den Philippinen, die freiwillig Leid suchen und sich kreuzigen lassen.
In New Jersey hat ein Gerichtsmediziner untersucht, was genau bei einer Kreuzigung geschieht. Hat man die Nägel durch Jesu Hände geschlagen? Durch die Handgelenke? Woran ist er tatsächlich gestorben?
Und was geschah nach seinem Tod? Ist es möglich, dass ihn seine Anhänger lebendig sahen? War es nur eine Halluzination, von Kummer verursacht? So etwas kann Hinterbliebenen geschehen. Oder hat er vielleicht einen Heiltrank bekommen, der ihn wieder auf die Beine brachte? Am Ende kann auch die Wissenschaft keinen Beweis für die Auferstehung bieten.