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Lange Zeit galt das Amazonasbecken als eines der wildesten
und unberührtesten Gebiete der Erde. Neue Grabungsfunde
brachten nun Hinweise auf eine frühe Hochkultur ans Tageslicht:
War das sagenumwobene Goldland im Norden Südamerikas
doch mehr als nur ein Mythos? Experten versuchen, dem Geheimnis
der Eldorado-Kultur auf die Spur zu kommen.
Das Amazonasbecken zählt zu den wildesten Gebieten der
Erde. Eine von Menschen unberührte Natur - zumindest
nahmen die Wissenschaftler dies über lange Zeit an. Funde
aus jüngerer Zeit könnten diese Theorie jedoch widerlegen.
Mitten im Dschungel wurden Hinweise auf eine möglicherweise
untergegangene Stadt gefunden. Im Jahr 1540 berichtete der
spanische Eroberer Francisco de Orellana erstmals von der
überraschenden Entdeckung einer Hochkultur, die mit der
der Inkas vergleichbar sei. Doch als Jesuiten-Missionare ein
Jahrhundert später in das besagte Gebiet vordrangen,
fanden sie keine Spur davon. Die geheimnisvolle Stadt geriet
in Vergessenheit. Einige unbeirrbare Archäologen brachten
schließlich neue Funde an den Tag, die auf die Existenz
einer frühen Hochkultur hindeuten könnten. Allerdings
stellte sich die Frage, wie die Menschen auf dem unfruchtbaren
Lehmboden der Gegend genügend Lebensmittel anbauen konnten,
um sich davon zu ernähren. Mehrere Experten versuchten,
das Geheimnis der Eldorado-Kultur zu ergründen. Sie dehnten
das Grabungsgebiet auf das bolivianische Hügelland aus
und entdeckten dort kunstvolle alte Töpferarbeiten. Clark
Erickson von der Universität Pennsylvania gelang schließlich
der Nachweis, dass es im Amazonasgebiet tatsächlich eine
frühe Hochkultur gegeben hat. An der gleichen Stelle
stießen die Wissenschaftler auch auf eine geheimnisvolle
fruchtbare schwarze Erde aus Kohle und anderen Stoffen, auf
der genügend Nahrung gedeihen konnte, um die Menschen
zu ernähren, ohne dass sie den Urwald zerstören
mussten.
Mit Hilfe modernster CGI-Technik ist diese versunkene Welt
nun zu neuem Leben erwacht. Gemäß den Ausführungen
renommierter Wissenschaftler ist der wahre Schatz, den diese
untergegangene Zivilisation hinterlassen hat, nicht das Gold,
das die Eroberer zu finden hofften, sondern es sind die Techniken,
die die Menschheit heute noch lernen kann. So interessieren
sich zum Beispiel heute bereits in der landwirtschaftlichen
Spitzenforschung Wissenschaftler für die hier gewonnenen
Erkenntnisse über die Relief- und Bodengenerationen.
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