Bookmark and Share

Im Fadenkreuz der Attentäter  [OT: Infamous Assassinations]

Diese mehrteilige BBC Dokumentation
deckt die Hintergründe einer großen Anzahl von Attentaten auf und legt bisher geheim gehaltenes Archivmaterial offen.


Ob der Meuchelmord an John F. Kennedy oder das Attentat auf Mahatma Gandhi, ob die Ermordung von Präsident McKinley oder die brutalen Bombenabwürfe von Hitlers Handlangern. In dieser Dokumentationsserie erfährt der Zuschauer alles über die Mörder und die Gründe ihrer Tat. Viele Attentate geben bis heute Rätsel auf, ob es der von Stalin in Auftrag gegebene Mord an Leo Trotzki nach dessen Verlassen Russlands war, oder die Ermordung des polnischen General Sikorski.

Was sind die wahren Hintergründe um die Ermordung Che Guevaras in Jahre 1967. War der Mord an Martin Luther King vermeidbar? Hat man den tatsächlichen Mörder hinter Gitter gebracht? Wurde wirklich die ganze Zarenfamilie 1918 in Jekaterinburg ermordet oder hat eine Tochter des Hauses überlebt? Diese und viele andere Fragen werden in einer neuen 26-teiligen Serie beantwortet.



President McKinley - Buffalo New York 1901

Am 6. September 1901 wurde US-Präsident William McKinley durch den Anarchisten Leon Czolgosz in Buffalo, New York, angeschossen. McKinley starb wenige Tage später an den Folgen des Attantats, Leon Czolgosz wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet. Doch weshalb musste der US-Präsident sterben? Die Dokumentation versucht, die Motive des Attentäters aufzudecken.

Michael Collins - Irland 1922

Spiegel Geschichte - 24. Mai / 11:00 Uhr
Spiegel Geschichte - 26. Mai / 08:20 Uhr

Am 22. August 1922 befand sich Michael Collins, der Anführer des irischen Unabhängigkeitskampfes, auf dem Rückweg von einem Verwandtenbesuch. In dem Dorf Béal na mBláth, in der Nähe von Bandon, geriet er mit seiner Wagenkolonne in einen Hinterhalt. Statt in seinem gepanzerten Wagen zu fliehen, ließ er sich auf ein Feuergefecht ein. Nach einem rund 45-minütigen Schusswechsel wurde Collins getötet. In diversen irischen Geschichtsbüchern wird Denis O'Neill als Schütze aufgeführt, doch das ist bis heute umstritten.

König Alexander I. von Jugoslawien - Marseille 1934

Spiegel Geschichte - 31. Mai / 10:55 Uhr

Am 9. Oktober 1934 besuchte König Alexander I. von Jugoslawien Marseille. Zusammen mit dem französischen Außenminister Louis Barthou nahm er in einer offenen Limousine Platz. Der Wagen hatte erst 100 Meter im Schritttempo zurückgelegt, als der kroatische Rechtsradikale Ustaschas auf den König und den Außenminister schoss. Da der Wagen genau vor einer Kamera zum Stehen kam, ist der Mordanschlag auf Alexander I. das erste Attentat, das vollständig gefilmt wurde.

Leon Trotzki - Mexico City 1940

Am 21. August 1940 wurde in Mexiko der Gründer und Führer der Russischen Kommunistischen Arbeiter- und Bauernarmee, Leon Trotzki, ermordet. Damit ging ein ungleicher Machtkampf mit dem russischen Diktator Josef Stalin zu Ende. Der hatte immer befürchtet, dass ihm der intellektuell überlegene Trotzki eines Tages die Macht in Moskau entreißen könnte.

Reinhard Heydrich - Prag 1942

Spiegel Geschichte - 25. Mai / 11:10 Uhr
Spiegel Geschichte - 26. Mai / 08:50 Uhr

Am 27. Mai 1942 verübten die beiden Fallschirmspringer Josef Gabcik und Jan Kubis ein Attentat auf Reinhard Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamtes und stellvertretender Reichsprotektor im Protektorat Böhmen und Mähren. Heydrich, der häufig als Henker von Prag bezeichnet wurde, starb einige Tage später. Es war das einzige erfolgreiche Attentat auf einen hohen NS-Funktionär in Europa.

Ernst Röhm - München 1943

Ernst Röhm war ein treuer und untergebener Diener Adolf Hitlers. 1930 wird er als Stabschef der SA eingesetzt Röhm vergrößert die SA von 300.000 auf 3 Millionen Soldaten. Er macht keinen Hehl daraus, dass er die SA für die führende Kraft im Reich hält, und schlägt vor, dass die Armee in die SA integriert werden sollte. Doch Rivalen Röhms, vor allem Hermann Göring und Heinrich Himmler, bestärken Hitler in seinem Entschluss die Reichswehr zu einer modernen, möglichst schnell kriegsfähigen Armee auszubauen. Zudem schürt die SS gezielte Gerüchte über einen bevorstehenden Putsch der SA und betont die seit langem bekannte Homosexualität Röhms. Schließlich sieht sich Hitler gezwungen, etwas zu unternehmen. Am 30. Juni 1934 lässt Hitler Röhm verhaften und die gesamte SA-Führung durch SS-Einheiten erschießen.

General Sikorski - Gibraltar 1944

Der polnische General Sikorski starb am 4. Juli 1943 bei einem Flugzeugabsturz in Gibraltar. Mit Sikorski kamen auch seine Tochter Sofia, der Stabschef General Klimecki sowie ein englischer Fernmeldeoffizier ums Leben. Nur der tschechische Pilot überlebte. Bis heute wurde die Unglücksursache nicht vollständig aufgeklärt.

Mahatma Gandhi - New Delphi 1948

Mahatma Gandhi zählt zu den faszinierendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Sein gewaltloses Eintreten gegen Diskriminierung in Südafrika und Indien machen ihn zusammen mit seiner daraus resultierenden Lehre zu einem der wichtigsten Vorbilder der Menschheit. Am 30. Januar 1948 wurde der 78-jährige Gandhi vom nationalistischen Hindu Nathuram Godse erschossen. Der hatte schon zehn Tage zuvor als Mitglied einer Siebenergruppe ein Attentat auf Gandhi geplant.

General De Gaulle - Frankreich 1961

Am 8. September 1961 entkam General de Gaulle in Pont-sur-Seine knapp einem Bombenanschlag. Er wurde nur durch einen technischen Defekt an der zwanzigpfündigen Plastikbombe verschont. Wie kam es zu dem Anschlag und wer waren die Drahtzieher?

Dr Hendrick Verwoerd - Südafrika 1966

Spiegel Geschichte - 28. Mai / 10:55 Uhr

Die Politik der Regierung unter dem südafrikanischen Ministerpräsidenten Hendrik Verwoerd provozierte die ersten schweren Rassenunruhen gegen die Apartheid. Bereits 1960 war ein erfolgloses Attentat auf Hendrik Verwoerd verübt worden. Am 6. September 1966 drang der Parlamentsangestellte Demitrios Tsafendas in den Sitzungssaal des Parlaments in Kapstadt ein und tötete den Ministerpräsidenten mit vier Messerstichen. Der Täter wurde für geistesgestört erklärt und lebenslang inhaftiert.

Che Guevara - Bolivien 1967

Spiegel Geschichte - 29. Mai / 12:05 Uhr
Spiegel Geschichte - 02. Jun / 08:30 Uhr

Am Morgen des 9. Oktober sendet die Armee in La Paz eine Radionachricht. Sie enthält nur drei Worte: 'Tot oder lebendig'. Die Antwort aus dem Palast des Präsidenten lautet: 'Tot'. Nur wenig später durchbricht ein Schuss die Stille des Dorfes und beendet das Leben des inhaftierten Ernesto Guevara de la Cerna. Das Militär begräbt seine Leiche an einem Ort, der 30 Jahre lang ein streng gehütetes Geheimnis bleiben sollte. Erst 1997 werden die Überreste des Revolutionärs Che Guevara nach Kuba zurückgebracht.

Martin Luther King - Memphis 1968

Spiegel Geschichte - 30. Mai / 10:50 Uhr

Als Vorkämpfer des gewaltlosen Widerstandes gegen Rassendiskriminierungen in den USA vollzog der schwarze Baptistenpfarrer und Menschenrechtler Martin Luther King einen Kampf für die Menschenrechte der farbigen Minderheit. Dieser Einsatz machte King zum Symbol für den Frieden und die Hoffnung für eine bessere Welt. Am Abend des 4. April 1968 wurde der Friedensnobelpreisträger auf dem Balkon des Lorraine Motels in Memphis erschossen. Die genauen Umstände der Tat sind bis heute ungeklärt.

Prinzessin Anne - London 1974

Am 13. März 1974 lauert ein bewaffneter Lastwagenfahrer der englischen Prinzessin Anne auf. Er folgt ihrem Wagen und bringt ihn zum Stehen. Der Bodyguard auf dem Vordersitz steigt aus und zieht seine Waffe. Doch der Attentäter verwundet ihn und zwei weitere Menschen. Prinzessin Anne entkommt nur knapp dem tödlichen Schuss. Nach einem Handgemenge mit einem zufällig anhaltenden Boxer und einem Polizisten kann der Attentäter auf der Flucht überwältigt und verhaftet werden.

Lord Mountbatten - Irland 1979

PHOENIX - 04. Jun / 02:40 Uhr

Lord Louis Mountbatten wurde am 27. August 1979 Opfer eines Attentats der Irish Republican Army. Attentate der IRA waren für die britische Bevölkerung nichts Neues. Doch was an diesem Tag geschah, löste eine Welle der Empörung und der Trauer aus: Zum ersten Mal war mit dem Lord Mountbatten of Burma ein Mitglied der königlichen Familie zum Opfer der Gewalt geworden.


John Lennon - New York 1980

PHOENIX - 11. Jun / 04:35 Uhr

Am 8. Dezember 1980 wird der englische Popmusiker John Lennon vor seinem New Yorker Wohnsitz, dem Dakota-Haus am Central Park, von einem Fan erschossen. Der 25-jährige Mark David Chapman bittet John Lennon noch um ein Autogramm ehe er ihn zweimal in den Rücken schießt. Der Musiker fällt zu Boden. Sofort bildet sich eine Blutlache. Chapman schießt noch dreimal, John Lennon stirbt noch am Tatort.

Papst Johannes Paul II - Rom 1981

PHOENIX - 04. Jun / 03:05 Uhr

Rom, Petersplatz, 13. Mai 1981: Zur Generalaudienz von Papst Johannes Paul II. sind Zehntausende gekommen. Niemand achtet auf zwei junge Männer aus der Türkei. Gegen 17.20 Uhr feuert der 23 Jahre alte Ali Agca mit einer Pistole mindestens zweimal auf das Oberhaupt der katholischen Kirche. Leibwächter der Schweizer Garde werfen sich zum Schutz über den schwer verletzten Papst. Der rechnet mit dem Tod, fleht zur Jungrau Maria und überlebt schwerverletzt das Attentat.

Anwar Sadat - Ägypten 1981

Spiegel Geschichte - 23. Mai / 11:05 Uhr
Spiegel Geschichte - 26. Mai / 07:50 Uhr

Am 6. Oktober 1981 wurde der ägyptische Staatspräsident Mohammed Anwar as-Sadat während einer Militärparade in Kairo im Zuge eines Attentats erschossen. Ein Mann war von einem vorbeiparierendem LKW gesprungen, auf die Tribüne zugelaufen und hatte eine Rauchgranate gezündet. Ein Zweiter hatte mit einem Gewehr zwei Schüsse von dem Fahrzeug aus abgegeben, die Sadat trafen. Mehr als 10 Personen wurden in dieser Zeit innerhalb der Ehrenloge schwer verletzt oder getötet.

Indira Gandhi und Rajiv Gandhi - Indien 1984/89

Spiegel Geschichte - 22. Mai / 11:05 Uhr

Am 31. Oktober 1984 wurde Indira Gandhi, die "große Mutter Indiens", von ihren Sikh-Leibwächtern im Vorgarten ihres Bungalows erschossen. Indira Gandhis erster Sohn Rajiv übernahm nach der Ermordung seiner Mutter das Amt des Premierministers und die Führung der Kongresspartei. Er regierte fünf Jahre, bis er am 21. Mai 1991 von einer Selbstmordattentäterin mit einem Sprengstoffgürtel bei einer Wahlkampfveranstaltung ermordet wurde.

Zia Al Huq - Pakistan 1987

Am 17. August 1988 starb der pakistanische Diktators Zia-ul-Haq bei einem Flugzeugabsturz. Die genauen Ursachen sind bis heute nicht geklärt. Möglicherweise handelte es sich um einen Sabotageakt, wobei sich dann die Frage stellt, warum die Umstände nicht näher aufgeklärt wurden. Die Dokumentation geht davon aus, dass es zu viele Verdächte gab, zu viele Feinde Zia-ul-Haqs und zu viel politische Spannungen, die durch die Verdächtigung der einzelnen Parteien eskaliert wären.

Yitzak Rabin - Israel 1995

Der israelische Premierminister Yitzak Rabin setzte sich konsequent für den Friedensprozess und gegen die Gewalt im Nahen Osten ein. Im Osloer Abkommen gewährte er den Palästinensern eine Selbstverwaltung und zog die israelischen Truppen aus den besetzten Gebieten ab. Mit dieser Politik machte er sich in Israel jedoch ebenso viele Freunde wie Feinde. Der israelische Jura-Student Jigal Amir beschließt, den Premierminister zu töten, als er im Fernsehen sieht, wie dieser dem PLO-Führer Jassir Arafat die Hand schüttelt.

 

<< Zurück

 

Mehr Sendungen zum Thema "Persönlichkeiten":


Queen Elizabeth II

Geschichte im Rock

Expedition Riesenotter

 
 

© 2012 BBC Worldwide Ltd. All rights reserved. The BBC Germany word marks and logos are trademarks of BBC Worldwide Limited | BBC Worldwide Germany GmbH - Cologne