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Die wunderbare Welt des Albert Kahn  [OT: The wonderful world of Albert Kahn]

Diese BBC-Dokumentationsreihe besticht durch beeindruckende Bilder von fremden Ländern und Kulturen des frühen 20. Jahrhunderts.

Zwischen 1908 und 1930 entschied der französische Millionär, Banker und Menschenfreund Albert Kahn ein ganz besonderes Projekt zu starten. Er reiste mit Fotografen um den ganzen Globus, um das Leben auf unserem Planeten zu dokumentieren. Dank seiner Initiative brachten Kahns Fotografen aus über 50 Ländern Bilder mit, die das Leben und die Bräuche in der ganzen Welt festhielten.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts war Paris das Zentrum der Mode und der Avantgarde - die „Belle Époque“. In dieser Zeit konnte Albert Kahn mit Bankgeschäften ein Vermögen anhäufen. Er war damals einer der reichsten Männer der Welt und ein begeisterter Anhänger der Fotografie und des Filmes. Bis zu seinem Tod hatte sich ein Archiv mit 72.000 Fotografien und mehr als hundert Stunden Film angesammelt.

Teilweise begleitete er seine Fotografen auf ihren Reisen oder er schickte sie auf andere Kontinente mit dem Auftrag, das Leben und den Alltag aufzunehmen. Kahn reiste unter anderem in die Vereinigten Staaten von Amerika, Japan, China und konnte auf seiner Reise durch Europa faszinierende Menschen und ihr Leben ablichten. Am Ende seines Lebens hinterließ uns Albert Kahn ein einzigartiges Archiv von Bildern und Filmen, die uns eine Vorstellung von dem Leben auf unserem Planeten in der Zeit des frühen 20. Jahrhunderts geben und damit zu einer der wichtigsten und wertvollsten Fotosammlung weltweit geworden ist.


Die Geburt einer Idee

Im Jahre 1908 startete der französische Millionär, Banker und begeisterte Anhänger der Fotografie Albert Kahn ein ganz besonderes Projekt. Zusammen mit Fotografen reiste er um den Globus, um das Leben auf unserem Planten zu dokumentieren. Kahns Fotografen brachten beeindruckende Bilder aus über 50 fremden Ländern und Kulturen der damaligen Zeit mit. Damit entwickelte Albert Kahn eines der wichtigsten Fotoarchive der Welt.


Rund um den Globus

Im Herbst 1908 startete Albert Kahn ein ehrgeiziges Projekt. Zusammen mit seinem Chauffeur und Fotograf Alfred Dutertre besuchte Kahn die USA, Japan und China. Dabei bot sich die Gelegenheit, die neueste Kameratechnik auszuprobieren, die es ermöglichte, Farbbilder zu schießen. So entstanden einzigartige filmische Dokumente vom geschäftigen Treiben in New York, des pulsierenden Lebens in Tokyo sowie der Bräuche und Sitten im China in der damaligen Zeit.


Am Vorabend des Krieges

Die meisten Bilder, die Albert Kahn und seine Fotofragen in den Jahren 1911/12 in Europa aufnehmen, zeigen das ruhige Leben einer ländlichen Bevölkerung. Doch wenn man die Photos genauer betrachtet, erkennt man, welche Krankheit den Kontinent befallen hatte: Nationalismus. Und genau dieser Nationalismus führte Europa nur zwei Jahre später in den ersten Weltkrieg, der fast 10 Millionen Todesopfer forderte.


Mit den Augen der Soldaten

Albert Kahn ist entsetzt, als Deutschland am 3. August 1914 Frankreich den Krieg erklärt und in Belgien einmarschiert. Der überzeugte Pazifist glaubt an das Gute im Menschen. Aber Kahn ist auch Patriot und erklärt sich bereit, Fotografen an die Front zu schicken, um das Leben der Französischen Soldaten zu dokumentieren. Es entstehen einzigartige Farbaufnahmen, die alle Facetten des Soldatentums und des Krieges widerspiegeln.


Frankreich unter Feuer

Während Tausende junge Männer in den Schützengräben und auf den Schlachtfeldern des ersten Weltkriegs als Soldaten ihr Leben für Frankreich lassen, geht der Alltag der Zivilisten hinter den Fronten weiter - und manch einer verdient sogar besser als vorher an der veränderten Lage. Doch die idyllischen Eindrücke vom beschaulichen Leben jenseits der Kampfzonen täuschen, kaum eine französische Familie und schon gar kein Dorf im weiten Land bleiben von den Auswirkungen des verlustreichen Waffengangs verschont. Fotografen halten im Auftrag Albert Kahns auch diese Aspekte des Lebens der Zivilbevölkerung im Frankreich der schweren und entbehrungsreichen Kriegsjahre fest.


Friedensrausch in Paris

Spiegel Geschichte - 07. Feb / 23:00 Uhr
Spiegel Geschichte - 08. Feb / 16:00 Uhr

Im November 1918 feierten die Pariser den Waffenstillstand, der den Krieg mit dem deutschen Reich beendete. Die ganze Stadt hallte wieder vom Jubel und den Klängen der Marseillaise. Am 28. Juni 1919 versammelten sich Delegierte aus der ganzen Welt im Palast von Versailles bei Paris, um den Friedensvertrag zu unterzeichnen. Albert Kahn war einer der Wenigen, die einen Kameramann in den berühmten Spiegelsaal von Versailles entsenden durften.


Die Geburt neuer Nationen

Spiegel Geschichte - 14. Feb / 22:55 Uhr
Spiegel Geschichte - 15. Feb / 16:05 Uhr

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Landkarte des Nahen Osten neu geschaffen. Albert Kahn wollte diese historische Wende im Nahen Osten filmisch festhalten. 1919 schickte er Lucien le Saint, einen Kameraexperten, in den von Britischen Kräften besetzten Libanon. Le Saint gelang es, die damaligen Umstände im Nahen Osten filmisch wiederzugeben.


Expeditionen nach Fernost

Spiegel Geschichte - 21. Feb / 23:00 Uhr
Spiegel Geschichte - 22. Feb / 16:05 Uhr

Wie viele Europäer seiner Zeit war Albert Kahn fasziniert vom Orient. Zwischen 1914 und 1927 sendete er Fotografen für seine Zwecke in den Fernen Osten. In Kambodscha filmten sie die Pracht von Angkor Wat, in Japan hielten sie Samurai-Riten und den Herrscherwechsel fest. So entstanden einzigartige Dokumente.


Das Ende eines Traumes

Spiegel Geschichte - 28. Feb / 23:00 Uhr
Spiegel Geschichte - 29. Feb / 16:15 Uhr

In den Jahren vor dem ersten Weltkrieg sandte Kahn seine Photographen in mehr als 20 Länder der Erde. Die Bilder, die in Frankreich, Norwegen und Schweden entstanden, spiegeln einen scheinbar friedlichen Kontinent. Doch all diese Länder befanden in größeren sozialen Umwälzungen. Frankreichs Landwirtschaft gingen die Arbeitskräfte aus, Norwegen und Schweden hatten sich gerade getrennt und mussten sich neu positionieren.

 

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