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Versunkene Metropolen  [OT: Lost Cities of the Ancients]

Diese mehrteilige BBC Dokumentation folgt mit detektivischer Genauigkeit
den archäologischen und historischen Spuren der größten Städte des Altertums.


Viele Städte des Altertums sind bis heute tief vergraben - ungesehen und unentdeckt - direkt untern ihren Füssen; nahe legendärer Plätze, die vor tausenden von Jahren verschwanden. Versunkene Metropolen folgt mit detektivischer Genauigkeit den archäologischen und historischen Spuren, um die größten Städte des Altertums ans Licht zu bringen.

Operation Piramesse - Ramses verschollene Megacity



Als der französische Ägyptologe Pierre Montet in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts mit Ausgrabungen in Tanis im Nildelta begann, sah er sich am Ziel seiner Träume. Der Wissenschaftler glaubte, er habe Piramesse, die verschollene Hauptstadt Ramses' des Großen, entdeckt. Denn auf dem weitläufigen Gelände fand er mehr als hundert gigantische Statuen des berühmten Pharaos, die allesamt seine Namenskartusche trugen. Von den Fundamenten der Monumente, von Tempeln und Gebäuden aus der Zeit des ägyptischen Regenten fehlte allerdings jede Spur. Der Befund machte einige Zeitgenossen Montets stutzig, weist er doch darauf hin, dass Piramesse nicht mit Tanis identisch sein konnte.

Über Jahrtausende rankten sich Legenden um die Metropole im östlichen Nildelta, die sogar in der biblischen Moses-Geschichte erwähnt wird. Fest steht: Schon Sethos I. hatte mit dem Bau begonnen, sein Sohn Ramses II. vollendete das Mammutwerk und machte Piramesse, "das Haus von Ramses", 1269 vor Christus zum Regierungssitz. Hymnen preisen die Schönheit und Pracht der pulsierenden Hafenstadt am Pelusischen Nilarm. Etwa 300 000 Einwohner lebten dort auf einer Fläche von mehr als 30 Quadratkilometern. Doch wie kann eine Mega-City völlig verschwinden? Und was bedeuten die Granitkolosse in Tanis?

Brennpunkt Hattusa - Machtzentrale der Hethiter



1906 brach der deutsche Gelehrte Hugo Winckler zu einer Expedition nach Boghazköy in Anatolien auf. Jahrzehnte zuvor hatte ein französischer Archäologe 150 Kilometer östlich des heutigen Ankara eine Ruinenstätte mit mächtigen Mauern und majestätischen Löwentoren entdeckt. Doch niemand konnte damals die Trutzburg einem Herrschergeschlecht zuordnen. Nachdem 1893 Tontafeln von Boghazköy in die Hände europäischer Wissenschaftler gelangten, geriet der abgelegene Ort ins Visier der Forschung. Denn die uralten Dokumente waren zwar in lesbarer Keilschrift, jedoch in einer unverständlichen Sprache geschrieben. Ähnliche Exemplare tauchten auch in Syrien und Kleinasien auf, und alle benannten einen "König von Arzawa". Der Name ließ die Experten aufhorchen, erschien er doch auch in den so genannten Amarna-Briefen des ägyptischen Pharaos Echnaton.

Schon 1905 hatte Winckler auf einer kurzen Erkundungstour in der verlassenen Festung 34 Tontafeln geborgen, vermochte sie aber nicht zu entschlüsseln. Doch diesmal gruben seine Arbeiter unzählige weitere Exemplare aus, die im bereits bekannten Akkadisch, der Diplomatensprache des Alten Orients, abgefasst waren. Dem genialen Professor, der Keilschrift und Akkadisch flüssig las und verstand, fiel es wie Schuppen von den Augen: Er hatte die politische Korrespondenz der Hethiter vor sich.

Tatort Tucumé - Pyramidenstadt in Peru


ZDFneo - 10. Jun / 15:00 Uhr
ZDFneo - 12. Jun / 04:00 Uhr


Das rätselhafte Volk der Lambayeque gehörte zu den großen Baumeistern des Altertums. Im Norden von Peru ließ die alte Kultur 250 kolossale Pyramiden in den Himmel wachsen. Nirgendwo sonst in Südamerika entstanden mehr Pyramiden als im Tal der Lambayeque. Doch plötzlich verschwand die Hochkultur, die grandiosen Stätten verfielen. Erst Jahrhunderte später sollten sie wieder entdeckt werden.

Im September 1875 verschlägt es den Maschinenbau-Ingenieur Hans Heinrich Brüning in den Norden Perus. Durch Zufall beobachtet er dort, wie Einheimische einzigartige antike Kunstgegenstände einschmelzen. Der wissenschaftlich interessierte Deutsche macht sich sofort auf die Suche nach der Herkunft der goldenen Kostbarkeiten. Seinen Beruf als Ingenieur gibt er auf, um sich fortan als Fotograf und Archäologe den Hinterlassenschaften der frühen indianischen Kulturen zu widmen. Durch Hans Heinrich Brüning erfährt die Welt erstmals vom Tal der Pyramiden. Was heute aussieht wie schroffe Bergformationen, waren einst riesige Monumente - von Menschenhand aus Lehmziegeln aufgeschichtet. Brüning zieht nach Tucume, die Gelehrte noch heute als eine der bedeutsamsten archäologischen Stätten einstufen. Er will herausfinden, warum die Indianer so viele Monumente errichteten und wieso sie spurlos verschwanden. Doch der glückliche Entdecker kann das Geheimnis nicht lüften.

 

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