BBC - "Beyond
Imagination" präsentiert einen erschütternden Film über die
letzten Stunden einer einst blühenden Metropole.
Die Geschichte klingt wie das unheimliche Drehbuch zu einem Katastrophenfilm,
doch sie ist vor fast 2000 Jahren tatsächlich passiert. Als die
Bewohner Pompejis an einem normalen Sommertag erwachen, ahnen sie nicht,
dass sie ein paar Stunden später durch die Hölle gehen werden.
Kaum jemand weiß, dass sich unter dem riesigen Berg neben der
Stadt ein Vulkan verbirgt, dessen gefährliche Lavamassen für
1500 Jahre friedlich geruht haben.
Weder Männer noch Frauen deuten
die kleinen, warnenden Erdbeben als Vorzeichen einer alles vernichtenden
Katastrophe. Als der Vesuv schließlich erwacht, steigt eine Feuersäule
in den Himmel, Asche und Bimsstein regnen herab und eine dichte Staubwolke
hüllt Pompeji in tiefste Dunkelheit. Panik bricht aus und die Menschen
verlassen die Stadt. Junge, Alte und Kranke flüchten in die Häuser.
Doch die scheinbar sicheren Verstecke werden ihnen zum Verhängnis,
als die Dächer unter dem Gewicht der Asche einbrechen und die gesamte
Stadt zu einer einzigen Gaskammer wird.
Menschliche Statuen aus Asche geborgen
POMPEJI - DER LETZTE TAG ist ein erschütternder Film über
die letzten Stunden einer einst blühenden Metropole. Erst vor rund
250 Jahren wurden die Ruinen Pompejis wiederentdeckt. Die Archäologen
fanden nahezu unberührte Bauwerke, Mosaike und Kunstgegenstände
- das Erstaunlichste aber waren die Körperabdrücke von Männern,
Frauen und Kindern, die in der meterdicken Ascheschicht unverändert
erhalten geblieben waren. Mit Gips ausgegossen wurden Ausdruck und Lage
der Verschütteten im Moment ihres Todes sichtbar. Als der britische
Regisseur Peter Nicholson diese berührenden Statuen vor einigen
Jahren in einer Ausstellung sah, beschloss er, sie in einem Film lebendig
werden zu lassen.
Im Angesicht des Vulkans
Entstanden ist eine Dokumentation mit Spielfilmszenen und neuesten Computeranimationen,
die den Vulkanausbruch real erlebbar werden lässt. Der Zuschauer
wird mit den Schicksalen von Soldaten, Sklaven, Gladiatoren und Liebenden
konfrontiert. Er begegnet dem wohlhabenden Bäckereibesitzer Julius
Polybius, der dem Tod zusammen mit seiner Frau und seiner schwangeren
Tochter entgegensieht und dem arroganten Tuchwalker Stephanus, der ein
Verhältnis mit seiner Sklavin hat und dessen Frau Fortunata auf
ihrer einsamen Flucht den berühmten Gladiatoren Celadus trifft.
Die Charaktere basieren auf Skelettfunden. Die bedeutendste historische
Grundlage des Films bildet der Bericht eines Augenzeugen, Plinius des
Jüngeren, der die Katastrophe von seinem Heimatort Misenum aus
beobachtete. Jahrelang wurden seine Aufzeichnungen als Übertreibung
abgetan. Heute weiß man, dass sie der Wahrheit entsprechen.
Comeback für Pompeji?
Die Dreharbeiten der Szenen vor dem
Vulkanausbruch fanden in Tunesien nahe Hammamet statt, die Szenen nach
dem Vulkanausbruch wurden drei Wochen lang in den Londoner Ealing Studios
gedreht. Bei 80 Prozent der Dreharbeiten herrschte Dunkelheit; Schmutz
und Staub zwangen das gesamte Filmteam dazu, Gasmasken zu tragen.
In
Großbritannien gilt POMPEJI - DER LETZTE TAG mit über 10
Millionen Zuschauern als die erfolgreichste BBC-Geschichtsdokumentation.
Auch die deutsche TV-Ausstrahlung in der ARD begeisterte vier Millionen
Zuschauer. Neben John Lynch, der für die BBC schon die überaus
erfolgreiche Reihe
DINOSAURIER -IM REICH DER GIGANTEN auf den Bildschirm
brachte, wurde der Film von Alisa Orr produziert. Für sie ist POMPEJI
der "ultimative Katastrophenfilm": "Es steht Mensch gegen Vulkan. Die
größte Zivilisation der Welt wird vollkommen ahnungslos von
einer tödlichen Bedrohung heimgesucht. Es ist eine wahre Geschichte,
die jederzeit wieder geschehen kann - viel schneller, als die meisten
Menschen glauben."