Diese BBC Dokumentation
begleitet Michael Palin
auf einer Reise, die sich noch nie jemand zugetraut hat: einen
50.000 Meilen-Trip rund um den Pazifik
Michael Palin ist wieder im Reisefieber. Diesmal packt der berühmte
Globetrotter seine Koffer für eine Reise, die sich noch nie jemand
zugetraut hat: Ein 50.000 Meilen-Trip rund um den Pazifik, den größten
Ozean der Erde. 18 Ländern wird Michael Palin dabei einen Besuch
abstatten.
Ob per Bahn, Bus, Schiff, Flugzeug oder auch einfach nur zu Fuß:
Auf seiner Reise wird er interessante Menschen sowie legendäre
Orte kennen lernen und sich Herausforderungen stellen, die selbst ihm
alles abverlangen. Nach einem Jahr ist sich auch der Weltenbummler Michael
Palin sicher, dass Rund um den Pazifik nicht nur eine Tour, sondern
phasenweise auch eine „Tort(o)ur“ war. Aber: Wer außer
Michael Palin selbst schafft es schon, unvorhergesehene Schicksalsschläge
und die damit verbundenen Wirren so charmant-witzig zu meistern und
zu präsentieren?
Der Pazifik: Mit fast 180 Millionen Quadratkilometern ist er der größte
Ozean der Welt. Er bedeckt über ein Drittel der Erdoberfläche.
Im Norden wird er von der Arktis begrenzt, im Süden von der Antarktis.
Als erster Mensch hat sich Michael Palin getraut, den Pazifik auf dem
Landweg zu umrunden. Ein ganzes Jahr hat er für sein bislang ehrgeizigstes
Projekt investiert.
Immer begleitet von einem kleinen Kamerateam tritt Michael Palin seine
Reise gegen den Uhrzeigersinn an: Ausgangs- und Endpunkt der Reise ist
Alaska. Von dort führt ihn der Weg zuerst über Russland, Japan
und Korea nach China. Vom Reich der Mitte aus geht die Reise weiter
nach Vietnam und auf die Philippinen, von dort nach Borneo und Java.
Australien und Neuseeland stattet er ebenso einen Besuch ab wie Chile,
Bolivien, Peru und Kolumbien. Über Mexiko, die USA und Kanada reisend
kommt Michael Palin nach einem Jahr wieder in Alaska an.
Michael Palin wird auf großen Flüssen wie dem Jangtse und
dem Amazonas, auf eisigen Gletschern oder in staubtrockenen Wüsten
unterwegs sein und sowohl Metropolen als auch die abgelegensten Orte
der Welt besuchen. Er wird in Java auf aktive Vulkane steigen, auf Borneo
mit Kopfjägern, die zu Michaels Glück das Metier gewechselt
haben, auf Wildschweinjagd gehen, mit dem Matrosenchor der russischen
Pazifikflotte auftreten, in Kanada an einem Holzfällerwettbewerb
teilnehmen, in Australiens Wüsten auf Kamelen reiten, in Mexiko
Maden essen und in Kolumbien dafür fürstlich mit dem Patenonkel
eines berüchtigten Drogenbarons speisen.
Welche Herausforderungen auch immer zu meistern sind: Michael Palins
Charme und sein unnachahmlicher Humor sind Garanten für packende
und informative Unterhaltung.
ALASKA UND
RUSSLAND
Michael Palin besucht eine Goldgräberstadt, trifft auf Kodiak-Bären,
verirrt sich auf einer Insel und wird vorübergehend Mitglied eines
russischen Marinechors.
Die Reise beginnt auf Diomede, einem gottverlassenen Eiland mitten in
der Beringstraße, genau zwischen Alaska und Russland liegend.
In Alaska geht Michael an Land und besucht die Goldgräberstadt
Nome. Von dort lässt er sich von einem Flugzeug der US-Küstenwache
in den wohl abgelegensten Winkel der Aleuten-Inseln bringen, um in freier
Wildbahn die berühmten Kodiak-Bären zu besichtigen. Die Aktion
ist schlecht geplant und geht prompt schief: Michael verläuft sich
auf der Insel und verpasst das Flugzeug der US-Küstenwache, das
ihn abholen soll. Also bleibt ihm nichts anderes übrig, als den
Linienflieger von Anchorage (Alaska) ins russische Petropawlowsk zu
nehmen. Das klingt leichter als es ist, denn Michael erwischt gerade
noch einen Platz in der Maschine – der letzten, die vor Einbruch
des arktischen Winters von Anchorage aus startet.
In der russischen Provinz Kamtschatka besucht Michael die urwüchsige
Landschaft des Kronotsky Nationalparks. Auf der langen Wanderung, die
auf den Gipfel eines Vulkans führt, bringt ihm sein russischer
Guide ein altes Marschlied der Roten Armee bei. Ein großer Vorteil,
wie sich kurze Zeit später in Wladiwostok herausstellt: Als sich
Michael dort dem Kommandeur der russischen Pazifikflotte vorstellt und
ihm das Lied aus Spaß vorträgt, wird er von dem Admiral sofort
in eine Marineuniform gesteckt – und für den berühmten
Matrosenchor der Flotte rekrutiert.
JAPAN UND KOREA
Michael lernt die Kodo-Trommler kennen, begibt sich in die hektische
Millionstadt Tokio, um danach in einem Zen-Tempel Entspannung zu finden,
die er bei den Schikanen an der Grenze zu Nordkorea gut gebrauchen kann.
Von Wladiwostok führt der Weg Michael ins japanische Niigata. Auf
der abgelegenen Insel Sado besucht er die weltberühmte Kodo-Trommlergruppe,
zudem lässt er sich in der langwierigen und komplizierten Zeremonie
des Kimono-Anlegens unterweisen.
Japans Metropole Tokio ist die nächste Station. Nach dem eher ruhigen
Beginn der Reise, machen Michael die Millionstadt und ihre Hektik schwer
zu schaffen. Doch in der Japanerin Mayumi, einem treuen Fan des Monty-Python-Stars,
hat Michael eine hervorragende Fremdenführerin. Sie spart die Touristenattraktionen
aus und zeigt Michael das traditionelle Tokio. Mayumi entpuppt sich
zudem als Glücksbringer: Beim Pferderennen gibt ihm Mayumi einen
todsicheren Tipp – und tatsächlich gewinnt Michael 125.000
Yen auf der Rennbahn.
Auf der Weiterreise sucht Michael Ruhe und Besinnung in einem alten
Zen-Tempel. Bevor er Japan in Richtung Südkorea verlässt,
schaut er sich die japanische Küstenstadt Nagasaki an. Michael
ist tief beeindruckt, auf welche Weise die Einwohner dieser Stadt des
Atombombenabwurfs 1945 gedenken.
In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul nimmt Michael an einer
Hochzeit teil. Sie findet in der South Seoul Marriage Hall statt, einem
Supermarkt, in dem man alles, aber auch wirklich alles für die
perfekte Hochzeit kaufen kann; „Außer natürlich den
Bräutigam“, wie Michael treffend bemerkt.
Bevor er nach China aufbricht, wirft Michael einen kritischen Blick
auf die Situation des geteilten Landes. Die Schikanen, denen Besucher
an der Grenze zu Nordkorea ausgesetzt sind, erinnern Michael an die
schlimmsten Zeiten des Kalten Krieges.
CHINA
Michael Palin nächtigt im Bett von Mao, erklimmt 6293 Stufen, in
der Hoffnung, 100 Jahre alt zu werden, und erkennt am Jangtse das moderne
China in all seiner Widersprüchlichkeit.
Ein Viertel der Weltbevölkerung lebt in China und obwohl dieses
Land das größte auf dieser Reise ist, ist es für westliche
Besucher noch immer das fremdeste. China befindet sich in einem rapiden
Umbruch und die daraus resultierenden Kontraste faszinieren Michael.
Mit der Fähre setzt Michael nach Qingdao im Osten der Volksrepublik
über. Im Haus des Gouverneurs nächtigt Michael im einstigen
Bett des großen Vorsitzenden Mao.
In Tai Shan steigt Michael die genau 6.293 Stufen zu den heiligen Bergen
hinauf. Laut der Überlieferung glauben die Chinesen, dass derjenige,
der die Stufen erklimmt, 100 Jahre alt wird.
Mit einem Nachtzug erreicht Michael Shanghai. Hier gibt es keine Spur
mehr vom alten China, hier herrscht das neue Reich der Mitte: Die Börse
von Shanghai ist achtmal so groß wie die von Tokio. Wegen des
westlichen Lebensstils fühlt sich der Fremde in dieser Stadt schnell
heimisch. In Downtown besucht Michael den britischen Traditionsschneider
Gieve’s and Hawke, der auch in China den typischen Londoner Savile
Row-Geschäftsanzug maßschneidert.
Eine weitere Zugreise führt Michael zu dem Ufer des Jangtse. Auch
hier zeigt sich wieder der Kontrast zwischen dem alten und neuen China.
Auf der einen Seite gibt es unberührte, ursprüngliche Landschaften,
auf der anderen Seite baute die chinesische Regierung mit ungeheurem
Menschen- und Materialaufwand den Drei-Schluchten-Staudamm, der zu den
größten Talsperren der Erde zählt. Nach einem kurzen
Sightseeing in Chongqing reist Michael durch die chinesische Provinz
Sichuan nach Vietnam.
VIETNAM UND
DIE PHILIPPINEN
Michael Palin besichtigt eine alte Kaiserstadt, geheime Tunnel des Vietkong,
bestaunt Chirurgen, die ohne Narkose und Narben operieren und wird Mitglied
der Jury eines katholischen Schönheitswettbewerbs.
Auch in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi erfährt Michael, dass
das Land großen Änderungen unterworfen ist und sich der westlichen
Welt öffnet. Neben der alten Kaiserstadt Hue besucht Michael die
Tunnels in Cu Chi, von denen aus der Vietkong im Vietnam-Konflikt seinen
Guerilla-Krieg gegen die US- Armee führte. Nach einer Tour auf
dem Mekong erreicht Michael Sàigòn. Angesichts des Verkehrschaos
in dieser quirligen Millionenstadt kommt Michael zu der Feststellung,
dass das gute, alte Fahrrad endgültig den Kampf gegen die knatternden
Mopeds verloren hat.
Von der südvietnamesischen Grenze aus reist Michael in die philippinische
Hauptstadt Manila. Doch auch hier herrscht Verkehrschaos und dem will
sich Michael kein zweites Mal aussetzen. So zieht es in ruhigere Gebiete.
In dem Städtchen Baguio besucht Michael Chirurgen, die ohne Narkose
und ohne Skalpell operieren - nur mit ihren bloßen Händen.
Genauso geheimnisvoll verschließen sie die Wunden wieder, sie
hinterlassen keine Narben.
In Zamboanga City beobachtet Michael einen Hahnenkampf. Diese Tradition
haben die spanischen Eroberer dereinst auf die Philippinen gebracht.
Und Michael wird eine besondere Ehre zuteil: Er wird Jury-Mitglied bei
der Wahl zur „Miss Bella Pacifica“. Da die Provinz aber
streng katholisch ist, treten die Kandidatinnen nicht im Bikini, sondern
artig verhüllt auf. Zudem müssen die Kandidatinnen Intelligenz,
gute Umgangsformen und eine erstklassige moralische Reputation statt
äußerer Reize vorweisen können. Wer könnte so etwas
besser beurteilen als ein englischer Gentleman wie Michael Palin?
BORNEO UND
JAVA
Michael Palin kann mit einer klapprigen Fähre Piraten umschiffen,
begegnet wildschweinjagenden Kopfjägern, erkennt die Geheimnisse
großer Buddha-Stauen und besteigt einen Linienflug nach Darwin.
Von Zamboanga City setzt Michael an Bord einer klapprigen Fähre,
deren besten Zeiten schon lange vorbei sind, nach Borneo über.
Die Fahrt ist nicht ungefährlich, da diese Gegend oft von Piraten
heimgesucht wird. Zudem ist die politische Lage angespannt, da es laufend
zu bewaffneten Konflikten zwischen Christen und der im Süden der
Philippinen lebenden muslimischen Minderheit kommt.
Der Regenwald von Borneo bietet Michael neue Abenteuer: Nach dem Besuch
eines Schutzgebietes, in dem speziell Orang-Utans gepflegt werden, erreicht
Michael nach einer ausgedehnten Bootstour im Dschungel einen Stamm von
Kopfjägern. Zu Michaels großer Erleichterung haben die Eingeborenen
ihrem ursprünglichen Metier abgeschworen und belassen es jetzt
nur noch bei der Wildschweinjagd.
Von Kuching aus nimmt Michael das Flugzeug nach Jakarta, der Hauptstadt
Indonesiens. Dort setzt seinen Weg per Auto in das über 1000 Kilometer
entfernte Java fort. Hier besteigt er mit einem Führer den noch
immer aktiven Stratovulkan Mount Bromo. Michael lässt sich zudem
in Borobudur, wo sich eine der größten buddhistischen Tempelanlagen
Südostasiens befindet, in die Geheimnisse der großen Buddha-Statuen
einweihen.
Eigentlich will Michael seinen Weg nach Australien in einem traditionellen
Segelboot, dem so genannten Pinsi, fortsetzen und entlang der indonesischen
Inselkette über Timor nach Australien segeln. Doch aufgrund des
Wetters und der ungünstigen Windbedingungen zerschlägt sich
dieser Plan. Kleinlaut fügt sich Michael in das Unvermeidliche
und nimmt – ganz profan – einen Linienflug nach Darwin.
AUSTRALIEN
UND NEUSEELAND
Michael Palin begleitet die Flying Doctors zu einer Kieferbehandlung
bei einem Krokodil, reitet auf einem Kamel, belegt bei einem Kuhrennen
den zweiten Platz und absolviert einen Cameo-Auftritt in einer australischen
Soap.
Im Norden Australiens fliegt Michael bei einem Einsatz der Flying Doctors
mit. Da die Entfernungen zu den Arztpraxen einfach zu groß sind,
machen die Ärzte hier ihre Hausbesuche per Flugzeug. Michael begleitet
aber keinen Humanmediziner, sondern einen Tierarzt. Zusammen mit ihm
landet Michael auf einer Krokodilfarm, wo der Arzt einen Abszess im
Kiefer eines Krokodils behandelt.
Danach besucht Michael ein Jackaroo-Rodeo. „Jackaroos“,
so nennt man in Australien die Cowboys. Statt auf einem Pferd muss Michael
allerdings auf einem Kamel reiten. Der Ritt auf einem dieser „Wüstenschiffe“
nimmt ihn derart mit, dass er sich in seinem Hotel in Adelaide erstmal
erholen will. Doch dazu kommt es nicht: Genau zu diesem Zeitpunkt findet
der Höhepunkt des Jahres statt – „Der Ball der einsamen
Herzen“. Michael ahnt nicht, dass er im Epizentrum dieser Veranstaltung
gelandet ist: Die Riesensause findet ausgerechnet in seinem Hotel statt.
Kurze Zeit später nimmt er am Compass Cup teil, Australiens berühmtesten
Kuh-Rennen. Michael und seine sanftmütige Kuh schlagen sich hervorragend
– und machen den zweiten Platz!
In Australiens Hauptstadt Sydney wird Michael von seiner Popularität
eingeholt: Er bekommt einen Kurzauftritt in der australischen Erfolgs-Soap
„Home And Away“, in der er einen tollpatschigen Surfer spielt.
Per Schiff fährt er nach Neuseeland und trifft sich dort mit AJ
Hackett, dem Pionier des Bungee-Jumpings. Auf der Kawarau Suspension
Bridge, dem Geburtsort dieses Extremsports, wagt Michael auch einen
Sprung.
Seine letzte Station in Neuseeland ist Dunedin, eine alte Universitätsstadt.
Ohne es zu ahnen gerät Michael in einen Studentenulk und findet
sich unvermittelt in einer Art Hindernisrennen wieder, in dem die Teilnehmer
von der lokalen Bevölkerung mit Mehl- und Wasserbomben beworfen
werden.
CHILE UND BOLIVIEN
Michael wandelt auf den Spuren des „echten“ Robinson Crusoe,
wandert durch die trockenste Wüste der Welt, besichtigt die größte
Kupfermine der Welt, um schließlich die höchstgelegene Hauptstadt
der Welt, La Paz, zu erreichen.
Michael erreicht das legendäre Kap Horn an Bord eines Schiffs der
chilenischen Marine. Von dort setzt er seine Reise entlang der rauen
Südküste Chiles auf einem Segelboot fort. In der chilenischen
Hauptstadt Santiago besucht Michael eine Theatergruppe, die ihre Stücke
in den Slums aufführt. Von Santiago aus unternimmt Michael einen
Kurztrip zu den Robinson-Inseln, die 670 Kilometer entfernt vom chilenischen
Festland im Pazifik liegen. Hier strandete 1704 der britische Seemann
Alexander Selkirk. Daniel Defoe verarbeitete diese Geschichte in seinem
Literaturklassiker „Robinson Crusoe“.
In Nordchile wandert Michael durch die berüchtigte Atacama, die
trockenste Wüste der Welt. Dann besucht er der Welt größte
Kupfermine in Chuquicamata. In der Küstenstadt Arica nimmt Michael
den Zug nach La Paz in Bolivien. Mit 4.000 Metern Höhe über
dem Meeresspiegel ist La Paz die höchstgelegene Hauptstadt der
Welt. Die Fahrt dorthin ist nicht nur wegen der Landschaft aufregend:
Für die Zuggäste stehen wegen der Höhe und der damit
verbundenen gesundheitlichen Schwierigkeiten jederzeit Sauerstoffgeräte
zur Verfügung.
BOLIVIEN UND
PERU
Michael Palin bestaunt die Restaurierung eines uralten britischen Dampfschiffes,
stattet der „Perle der Anden“ einen Besuch ab, bestaunt
Machu Picchu und übersteht in einem Boot die Stromschnellen des
Amazonas.
Am Ufer des Titicaca-See lässt sich Michael von Einheimischen die
Schilfbau-Weise der Boote genau erklären. Hier trifft er zudem
auf eine Engländerin, die ein altes britisches Dampfschiff restauriert,
das früher auf dem See verkehrte. Über 100 Jahre zuvor wurden
die Bauteile für dieses Schiff mühsam per Mulis zu dem auf
3.810 Meter über dem Meeresspiegel liegenden See geschafft.
Von Puno in Peru aus besteigt das Team den Zug, um die Altiplano-Hochebene
zu durchqueren. Am Ufer des Urubamba-Flusses beschließt Michael,
diesem Flusslauf zu folgen, bis er in den mächtigen Amazonas-Strom
übergeht. Bevor er allerdings im Dschungel verschwindet, stattet
Michael der „Perle der Anden“, der ehemaligen Inka-Hauptstadt
Cusco, einen Besuch ab. Michael bleibt auf den Spuren der Inkas und
besucht zudem die Bergfestung Machu Picchu, die letzte Zuflucht des
legendären Indianervolkes vor den spanischen Eroberern.
Von dort arbeitet sich das Team mit den Kanus durch Stromschnellen im
Amazonas-Becken. Die rasante und anstrengende Fahrt übersteht zum
Glück jeder ohne Blessuren.
PERU UND KOLUMBIEN
Michael Palin lernt von einem Schamanen etwas über die Heilpflanzen
des Regenwaldes, trifft sich in Bogota mit einem Drogenbaron zum Essen
und entspannt sich bei Musik und Rum in der Karibik.
Langsam neigt sich die Reise dem Ende. Doch vorher wartet noch ein ganz
besonderes Abenteuer auf Michael: Einheimische führen ihn zu einem
Indianerstamm, der erst kurz zuvor in den Weiten des Dschungels entdeckt
wurde. Noch nie wurde dieser Stamm von einem Filmteam aufgenommen. Michael
zeigt, wie sehr der rücksichtslose Abbau von Ölvorkommen den
Lebensraum dieser Indianer bedroht.
In Iquitos, einer Stadt mitten im Regenwald, lässt sich der Kautschuk-Boom
am Beginn des 20. Jahrhunderts nachvollziehen. Iquitos war damals ein
wichtiges Handelszentrum, die reichen Kaufleute überboten sich
gegenseitig beim Bau von prachtvollen Villen. Von einem Schamanen lässt
sich Michael die Heilkraft von Urwaldpflanzen zeigen.
Die Pause in Iquitos ist wie die Ruhe vor dem Sturm, denn Michael betritt
Kolumbien, eines der gefährlichsten Länder der Erde. Mord
und Totschlag sind hier an der Tagesordnung. In Kolumbiens Hauptstadt
Bogota speist Michael mit dem Oberhaupt eines der führenden Drogenkartelle
des Landes.
Kolumbien ist neben seinem Kaffee auch berühmt für seinen
Smaragd-Abbau. Der Besuch einer solchen Mine ist jedoch ein gefährliches
Unterfangen, wie Michael feststellen muss: Jeder, der dort arbeitet,
ist bis an die Zähne bewaffnet. Immer wieder kommt es zu Schießereien
mit der Mafia, die die Mine übernehmen will.
Michael verlässt diesen ungastlichen Ort so schnell es geht und
reist mit dem Flugzeug nach Cartagena. Das kleine Städtchen mit
der spanischen Architektur gilt als Juwel der Karibik – und ist
das komplette Kontrastprogramm zu der aufgeheizten Stimmung in Bogota.
Michael ist vollkommen erleichtert, dass er diese Etappe seiner Reise
heil überstanden hat, und schmeißt eine Party mit karibischem
Rum und Salsa-Musik.
MEXIKO, USA,
KANADA UND ALASKA
Michael Palin trifft auf einen Wrestler, der sich für die Armen
engagiert, lernt Tortillas backen, besichtigt Alcatraz, nimmt an einem
Holzfäller-Wettbewerb teil und schafft es mit Hilfe der Küstenwache
trotz schlechten Wetters sein Reiseziel nach 50.000 Meilen zu erreichen.
In Mexiko City besucht Michael Super Barrio. Der maskierte Wrestler
engagiert sich für die Slumbewohner der drittgrößten
Stadt der Welt. Neben seinen Kämpfen macht er bei zahlreichen öffentlichen
Veranstaltungen auf das Elend der Menschen aufmerksam.
Auf dem Land lässt sich Michael von einer Bauernfamilie zeigen,
wie man Tortillas backt. Ergriffen beobachtet Michael an der Grenze
zu den USA, wie Mexikaner versuchen, illegal in das Land der unbegrenzten
Möglichkeiten einzureisen. Michael beleuchtet das Problem allerdings
von beiden Seiten und zeigt auch die Arbeit der US-Grenzbeamten.
Von der Grenze aus reist Michael nach Los Angeles und besucht Bob Tur.
Der Kameramann ist im wahrsten Sinne des Wortes ein fliegender Reporter:
Mit seinem Hubschrauber ist Tur ständig über Los Angeles unterwegs
und immer auf der Jagd nach einer heißen Story.
Nach soviel Aufregung lässt es Michael ruhiger angehen: Mit einem
Cabrio bummelt er auf dem legendären Pacific Coast Highgway nach
San Francisco. Dort besichtigt er das ehemalige Hochsicherheitsgefängnis
Alcatraz und besucht das Schwulen-Viertel.
Auf seinem weiteren Weg zum Endpunkt der Reise macht Michael einen Stopp
bei den Boeing-Flugzeugwerken in Seattle, bevor er in Kanada an einem
Holzfäller-Wettbewerb teilnimmt.
Von der kanadischen Küstenstadt Prince Rupert aus nimmt Michael
die Fähre nach Wales (Alaska), dem nördlichsten Punkt auf
dem nordamerikanischen Kontinent. Dort wird es noch einmal spannend:
Wegen des schlechten Wetters will kein Schiff nach der kleinen Insel
Diomede, dem Start- und Endpunkt der Reise, übersetzen. Michael
wird langsam unruhig, als die US-Küstenwache eintrifft. Sie setzt
Michael auf Diomede ab. Er hat es geschafft! Seine 50.000 Meilen-Reise
rund um den pazifischen Ozean ist zu Ende.