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Im Wettlauf mit Scott und Amundsen  [OT: Blizzard - Race to the Poles]

In dieser sechsteiligen BBC Dokumentation stellen
ein britisches und ein norwegisches Team das Rennen zum Südpol aus dem Jahr 1910 nach.


Der Nordpol war schon erreicht, als 1910 auf der anderen Seite des Erdballs, in der Antarktis, der waghalsigste Wettlauf in der Geschichte der Menschheit beginnt. Der Norweger Roald Amundsen und der Engländer Robert Scott treten mit ihren Teams gegeneinander an. Ihr Ziel: der Südpol. Am 14.12.1911 erreicht der Polarforscher aus Oslo als erster Mensch den südlichsten Punkt der Erde. Bei - 65 Grad Celsius rammt er die norwegische Flagge ins ewige Eis. Erst einen Monat später trifft Amundsens Konkurrent Scott ein. Die sechsteilige Dokumentation stellt das hochspannende Rennen zum Südpol nach - das so dramatisch enden sollte, denn Scott und sein Team erfroren auf dem Rückweg. Die rekonstruierte Expedition fand in Grönlands Eiswüste statt, da Schlittenhundegespanne in der Antarktis verboten sind. Ein britisches Team für Scott und ein norwegisches Team für Amundsen legen die gleiche Wegstrecke zurück, wie einst die beiden Südpolpioniere - 2000 Kilometer durch den größten Kühlschrank der Welt.

Episode 1



Die Mannschaften haben zwei Wochen Zeit, um sich an die klimatischen Bedingungen zu gewöhnen. Auch die Ausrüstung und der richtige Umgang mit den Schlittenhunden erfordert Mühe und Zeit. Die rekonstruierte Expedition findet nicht wie damals in der Antarktis statt sondern in Grönland. Die Verhältnisse in Grönland sind denen der Antarktis sehr ähnlich. Klima und Bodenbeschaffenheit sind weitgehend identisch. Die Strecke, die beide Teams zurücklegen sollen, hat die gleiche Länge, wie die Route, die Amundsen bewältigt hat - 2.500 km. Als sich die modernen Mannschaften an ihre Hunde gewöhnen müssen, wird klar, warum Amundsen sich 1911 ausschließlich auf seine Schlittenhunde verließ. Scott dagegen misstraute den Schlittenhunden und verließ sich stattdessen auf moderne Motorschlitten, Ponys und die Manneskraft seiner Mannschaft. Nick, der britische Hunde-Experte, wird einen lang gehegten Traum in Grönland ausleben. Allerdings muss er sich anstrengen, seine 24 Hunde unter Kontrolle zu kriegen, da er sich weigert, die Peitsche einzusetzen. Als die Hunde kämpfen, Taue schnalzen, Eitergeschwüre aufbrechen und sie zurückbleiben, scheint es, dass ein Fluch von Scott auf der britische Mannschaft lastet. Die Norweger konnten ernsthafte Verletzungen vermeiden. Am ersten Expeditionstag mit ihren Hunden kamen sie mit einem gesteigerten Selbstbewusstsein weiter.


Episode 2



Beide Mannschaften haben sich in Grönland akklimatisiert. Als aber ein heftiger Blizzard tobt müssen sie kräftig dagegen ankämpfen. Für das britische Team verzögert der Sturm die ganze Expedition. Sie kommen kaum voran, da sie nicht in der Lage sind, mit ihren Schlittenhunden klarzukommen. Die Hundeschlitten, aus Holz und Leder gebaut, sind sehr flexible Konstruktionen. Wichtige Bauteile eines Hundeschlittens sind die Kufen, auf denen der Schlitten läuft und auf deren hinteren Enden der Schlittenführer steht. Die auf den Kufen aufgesetzte Konstruktion umfasst im Wesentlichen die Ladefläche und den "handle bar", den Handgriff, an dem sich der Schlittenführer während der Fahrt festhält. Wenn die Briten nicht bald diesen Handgriff einsetzen, werden sie nicht zur ersten Nahrungsstation zu gelangen. Außerdem hat sich ein Mitglied ihrer Mannschaft verletzt und muss vom Eis geflogen werde. Faszinierende Ähnlichkeiten mit dem Rennen von Scott und Amundsen kommen zu Tage …

Episode 3



Noch immer haben die beiden Mannschaften mit einem Blizzard zu kämpfen, der ihnen gnadenlos entgegen weht. Doch das Rennen muss weitergehen. Eine Etappe ihrer Strecke müssen sie das Hochgebirge Forel passieren. Hier kann selbst die einfachste Verletzung ein Kampf um Leben und Tod auslösen. Daher muss jeder Schritt mit Verantwortung und Bedacht gemacht werden.

Episode 4



Die beiden Mannschaften kämpfen sich weiter durch das ewige Eis. Gjeldness, Leiter des norwegischen Teams, hat seinen Vorsatz, das Ziel vor der britischen Mannschaft zu erreichen, noch nicht aufgegeben. Für Bruce Parry aus dem britischen Lager geht es nur noch darum, den jetzigen Zustand zu halten und sich nicht zu verschlechtern. Zwei Männer aus seinem Team haben sich verletzt und mussten ausgeflogen werden.

Episode 5



Wie Scott fast ein Jahrhundert vorher schon erleben musste, müssen auch die Briten mit den schmerzhaften Kälte zurechtkommen. Außerdem macht ihnen der Nahrungsmangel schwer zu schaffen. Alle Mitglieder haben schon mehr als 15 Prozent ihres Körpergewichts verloren. Die Norweger hingegen versuchen, Amundsens Rekord zum Pol hin und zurück zu schlagen.

Episode 6



Bruce Parry und sein Team, die Scotts Expedition nachleben, sind schrecklich entkräftet. Sie haben eine Menge an Gewicht verloren, das macht sie noch empfindlicher gegen die Eiseskälte. Ein Rückblick auf die historische Expedition und deren Ablauf wirft die Frage auf, welche Faktoren zum Scheitern der britischen Mannschaft unter Scott beitrugen.

 

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