Diese zweiteilige BBC Dokumentation
berichtet
ausführlich über die beiden Jahre, die Amerika erschütterten.
Am Anfang stand ein Einbruch in ein Büro der Demokratischen Partei
im Watergate-Hotel in Washington DC, am Ende der Rücktritt des
Präsidenten Richard M. Nixon. Die Watergate-Affäre ist der
innenpolitisch folgenreichste Skandal in der Geschichte der Vereinigten
Staaten. Der 1994 von Paul Mitchell gedrehte und von Brian Lapping produzierte
Zweiteiler berichtet ausführlich über die beiden Jahre, die
Amerika erschütterten.
TEIL 1
Anfang 1973. Nixon erringt bei den Präsidentschaftswahlen einen
regelrechten Erdrutsch-Sieg. Er beginnt seine zweite Amtszeit in dem
Bewusstsein, dass der im Juni 1972, inmitten des Wahlkampfes, ausgebrochene
Skandal durch diesen Sieg völlig in Vergessenheit geraten wird,
worauf bereits die letzten Wochen des Jahres 1972 hindeuteten. Doch
es gibt ein böses Erwachen: Wohl und Wehe des Präsidenten
hängen davon ab, dass Howard Hunt, der Veranstalter des Einbruchs,
und seine Helfershelfer schweigen.
James McCord, Sicherheitschef des "Komitees zur Wiederwahl des
Präsidenten" und einer der Einbrecher, bricht das Schweigen
und verrät, dass der Präsidentenberater John Dean in die Affäre
verwickelt ist. Dean fürchtet, dass man ihn zum Sündenbock
macht, um Nixon zu schützen, und beschließt, vor dem im Februar
gegründeten Senatsausschuss auszusagen. Minutiös schildert
er Nixons Beteiligung an der Beweisverschleierung und versucht, für
sich Immunität zu erreichen. In dem Bemühen, das Ausmaß
der Untersuchung zu begrenzen, entlässt Nixon drei Mitglieder des
ersten Kreises: John Dean, Robert Haldeman und John Ehrlichman.
Im Juli 1973 ruft der Ausschuss Alexander Butterfield in den Zeugenstand.
Butterfield, Attaché im Weißen Haus, enthüllt, dass
auf Nixons Befehl im Oval Office des Weißen Hauses, dem Büro
des Präsidenten, eine geheime Tonbandanlage zur Aufzeichnung von
Gesprächen installiert wurde. Die Bänder werden sofort von
der Justiz angefordert.
TEIL 2
Bis zum Herbst 1973 lässt das Weiße Haus das Verfahren so
sehr schleifen, dass Justizminister Elliot Richardson und der eigens
eingesetzte Staatsanwalt Archibald Cox zurücktreten.
Nixon ersetzt Cox durch Leon Jaworski, von dem nicht zu erwarten ist,
dass er gegen seinen Präsidenten angeht. Als Jaworski die ersten
gefälschten Aufnahmen hört, ändert er plötzlich
seine Meinung und nimmt die Arbeit seines Vorgängers wieder auf.
Er legt dabei sogar noch größeren Eifer an den Tag, da der
Senatsausschuss verkündet hatte, er habe eine 18-minütige
Leerstelle auf dem Tonband mit der Unterhaltung zwischen Nixon und dessen
Stabschef Robert Haldeman gefunden.
Diese Entdeckung zeigt eindeutig, dass Nixon persönlich in den
Fall verwickelt ist. Daraufhin ermächtigt das Repräsentantenhaus
den Rechtsausschuss zu untersuchen, ob es Beweise dafür gibt, um
gegebenenfalls das Impeachment, das Verfahren zur öffentlichen
Anklage und Amtsenthebung, gegen den Präsidenten einzuleiten.
Nachdem sich Nixon lange dagegen gewehrt hat, liefert er am 5. August
1974 die Transkription der drei Gespräche vom 23. Juni 1972 mit
Haldeman. Daraus geht hervor, dass er alles getan hat, um die Fortsetzung
der Untersuchung zu verhindern und seinen eigenen Rechtsanwälten
einen Teil seiner Rolle verschwiegen hat. Die Schlacht ist verloren.
Am 8. August tritt Nixon zurück, und am nächsten Tag wird
der jüngst verstorbene Gerald Ford Präsident der Vereinigten
Staaten. Einen Monat später begnadigt Ford Nixon und macht damit
einen wichtigen Schritt zur Versöhnung der amerikanischen Gesellschaft.
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