Diese BBC Dokumentation
begleitet einen englischen Militärhistoriker bei seinen Nachforschungen
in Deutschland und Russland.
Im Januar 1945 steht die Rote Armee an der Oder, die Alliierten haben
Berlin bereits gedanklich aufgeteilt, der Zweite Weltkrieg erscheint
längst verloren. In einem Vorstoß wollen die Sowjets die
deutsche Hauptstadt erreichen. Doch sie treffen auf erbitterten Widerstand.
Die Schlacht um Berlin wird als einer der blutigsten Kämpfe in
die Geschichte eingehen. Bis heute bleiben viele Fragen ungeklärt.
Diese Lücken möchte der englische Militärhistoriker Anthony
Beevor schließen. In dieser Dokumentation wird die "Schlacht
um Berlin" rekonstruiert und Beevor bei seinen Nachforschungen
in Deutschland und Russland begleitet.
Am 30. April 1945 nimmt sich Hitler zusammen mit seiner Geliebten das
Leben. Unterdessen toben in Berlin noch erbitterte Straßenschlachten.
Den sowjetischen Panzern steht ein zusammen gewürfeltes Heer aus
Wehrmachtsoldaten, Hitlerjungen und alten Männern gegenüber.
Bei der Kapitulation am 2. Mai ist die Stadt völlig zerstört.
Mit der Niederlage endet einerseits die Unterdrückung durch das
Regime der Nationalsozialisten und vor allem die Nahrungsversorgung
verbessert sich rapide.
Andererseits vergewaltigen sowjetische Soldaten in den Monaten nach
Kriegsende unzählige Frauen. Es sind nicht nur Deutsche, sondern
auch befreite russische und polnische Frauen, an denen sich die Männer
vergreifen. Ungeklärt ist bis heute, warum Stalin die Einnahme
von Berlin auf derartig überhastete Weise vorantrieb. Die Eile
widersprach militärischer Taktik und mit den Alliierten waren bereits
Absprachen über die deutsche Hauptstadt getroffen worden.
Die Suche nach den Motiven für Stalins Drängen führt
in die russischen Archive, zu Stalins Enkel Yewgeni Dzugaschwili und
in das Kaiser-Wilhelm-Institut in Berlin Dahlem. Am Ende steht fest,
dass für Stalin die Einnahme von Berlin nicht nur ein politisches
Symbol war, sondern auch wichtige Bestandteile für die Forschungen
zur sowjetischen Atombombe bereitstellte.
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