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New Orleans nach dem Sturm [OT: The Lost City of New Orleans] |
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Diese BBC Exklusiv Dokumentation
stellt die entscheidende Frage: Kann man einen Wiederaufbau
überhaupt verantworten?
Im August 2005 hinterlässt der Hurrikan Katrina eine
unvergleichliche Spur der Verwüstung in der Stadt New
Orleans. Von Amerikas Big Easy bleiben in den tiefer gelegenen
Stadtteilen nur Tote und zerstörte Häuser übrig.
Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die Deiche brüchig
und zu niedrig waren. Da die Aufbaukosten für die Deiche
und Wohnhäuser immens sind und die nächste Hurrikansaison
bereits im Sommer beginnt, ist es fraglich, ob New Orleans
überhaupt wieder aufgebaut werden sollte. Oder ob die
Stadt, die gleichzeitig an einem großen See, dem Lake
Pontchartrain, am Mississippi und nahe der Golfküste
liegt, mittlerweile im Fall einer Naturkastrophe gar nicht
wirklich geschützt werden kann. BBC Exklusiv stellt die
entscheidende Frage: Kann man einen Wiederaufbau überhaupt
verantworten?
Katrina war nur der erste in einer ganzen Reihe von Wirbelstürmen
vor der amerikanischen Golfküste. Dabei hat es New Orleans
besonders hart getroffen, denn die Stadt liegt in einer Senke
unterhalb des Meeresspiegels und ist von allen Seiten von
Wasser umgeben. Schon an einem normalen Regentag müssen
Pumpen in Gang gesetzt werden, um das Wasser überhaupt
aus der Stadt zu leiten.
Als der Hurrikan Katrina die traditionsreiche Stadt mit unvorstellbarer
Wucht traf, brachen die Dämme und die Wassermassen ergossen
sich über die Stadt. Weder das ausgeklügelte Pumpensystem
noch die Dämme um die Stadt herum konnten das beliebte
Touristenziel schützen. Waren die Anlagen schlecht gewartet
oder für einen so heftigen Sturm einfach ungeeignet?
Die Hilflosigkeit der US-Behörden macht die Situation
noch auswegloser. Sie haben die Gefahr heruntergespielt und
die lebensgefährlich bedrohten Bewohner nur zum Teil
evakuiert. Dabei warnen Klimaforscher schon seit langem vor
dem Risiko einer solchen Katastrophe, und es existiert dafür
ein Katastrophenplan.
Monate nach Katrina stehen Stadtplaner, Geologen und Klimatologen
nun vor der schwierigen Aufgabe, den Wiederaufbau der Stadt
in die Wege zu leiten. Dabei ist jeder zweite Amerikaner dafür,
New Orleans gar nicht oder an einer anderen Stelle wiederaufzubauen.
Doch die ehemaligen Bewohner der multikulturellen Stadt sind
nicht bereit, ihre Heimat aufzugeben – koste es was
es wolle. Viele wollen die Rückkehr in die Gefahrenzone
riskieren, auch wenn ihre Häuser – und die Straßen,
in denen sie lagen, längst verschwunden sind. Für
den Stadtplaner Bruce Sharky widerspricht die Wiederbesiedelung
aber jeglicher Vernunft. Seine Idee: 60 Prozent der Stadt
müssen in höher gelegene Regionen verlegt und die
Bewohner dorthin umgesiedelt werden. Deren bisherige Heimat
dient dann zum Schutz vor möglichen nächsten Wirbelstürmen:
Wenn die tiefer gelegenen Viertel von New Orleans in ihren
ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden, bremst
das Sumpfland die vom Meer kommenden Sturmfluten ab. Bevor
sie die bewohnte Gegend erreichen.
Auf der Suche nach den Ursachen für das Versagen der
Behörden, kommt Erschreckendes ans Tageslicht: Die Dämme
um „The Big Easy“ hätten nicht einmal einem
Wirbelsturm der Kategorie eins standgehalten– Katrina
wurde immerhin als Sturm der Kategorie vier eingestuft. Kanäle
und begradigte Flüsse haben die natürliche Regeneration
des Sumpflandes an der Küste in den letzten 300 Jahren
verhindert. Deiche und Pumpen allein können das nicht
auffangen, was der Mensch durch seinen Eingriff in die Natur
zerstört hat.
NEW ORLEANS NACH DEM STURM untersucht die Zerstörung
der legendären Küstenstadt. Wie konnte die Gefahr
durch Hurrikan Katrina derartig unterschätzt werden?
Welche Möglichkeiten und Risiken birgt der Wiederaufbau
– und welche Maßnahmen sind nötig, um New
New Orleans zu einer sicheren Stadt für ihre Bewohner
zu machen?
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