Die Dokumentation „So funktioniert
das Gedächtnis“ folgt Wissenschaftlern, die das
Wunderwerk unseres Erinnerungsvermögens enträtseln
wollen. Und anhand von persönlichen Schicksalen wird
deutlich, welche Folgen traumatische Erlebnisse und Alzheimer
für unser Gedächtnis und damit für unsere
Persönlichkeit haben können.
Das Gedächtnis ist beim Menschen so ausgeprägt
wie bei keinem anderen Lebewesen. Es hilft uns dabei, uns
weiterzuentwickeln, zu orientieren und Entscheidungen zu
treffen. Doch es ist mehr als nur ein riesiger Datenspeicher:
Erinnerungen tragen viel zur Persönlichkeitsentwicklung
bei und machen jeden Menschen einzigartig. Aber was passiert,
wenn diese Funktion im Gehirn gestört wird?
Dieser Film gibt anhand von aktuellen Forschungsergebnissen
Einblicke in die komplexen Wirkungsweisen unseres Gedächtnisses.
Er zeigt aber auch auf, welche weitreichenden Folgen eine
Störung dieser Gehirnfunktionen für den Alltag
des Menschen haben kann ...
Computer können inzwischen fast alles – doch
an die Komplexität und Leistungsfähigkeit des
menschlichen Gedächtnisses reichen selbst die neuesten
Hightechrechner nicht heran. Das menschliche Gedächtnis
verleiht uns einzigartige Fähigkeiten. Nur durch das
Gedächtnis können wir abstrakt denken und aus
Erlebtem Konsequenzen für unser Handeln ziehen.
Forscher versuchen seit Jahrzehnten, die Speicherung und
Verknüpfung von Erinnerungen im Gehirn zu entschlüsseln.
So auch Professor Randy Buckner von der Harvard Universität
in den USA. Er hat sich der Erforschung des menschlichen
Gedächtnisses verschrieben und untersucht speziell
die Auswirkungen des Älterwerdens auf unser Erinnerungsvermögen.
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Das Gedächtnis speichert nämlich nicht nur Namen
und Fakten, sondern sammelt Erinnerungen in all ihren sinnlichen
und emotionalen Facetten. Dieser Schatz ist das, was jeden
Menschen zu einer eigenen Persönlichkeit macht. Doch
für Menschen, die traumatische Erlebnisse erleiden
mussten, können Erinnerungen zur Quelle ständiger
Qualen werden. Forscher arbeiten an neuen Therapien, Menschen
mit posttraumatischen Belastungsstörungen zu helfen.
Ihre Erkenntnisse helfen dabei auch, das Gedächtnis
besser zu verstehen.
Einer der fatalsten Angriffe auf unser Gedächtnis
ist die Krankheit Alzheimer. Indem sie die Erinnerungen
eines Menschen auslöscht, zerstört sie auch seine
Persönlichkeit. John Stevenson hat seit sieben Jahren
mit der Krankheit zu kämpfen. Seine Frau Mary muss
ihm inzwischen bei allem helfen – selbst einfache
Alltagsaufgaben wie Duschen und Zähneputzen kann er
nicht mehr allein bewältigen. Forscher versuchen auch
hier Erklärungen zu finden – und hoffen so, den
Betroffenen bald helfen zu können.
Produktion
Producer
Annabel Gillings
Series Editor
Andrew Cohen
A BBC/Discovery Channel co-production>