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Der perfekte Mord |
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"Der perfekte Mord" geht Fällen auf den Grund und fragt die Experten: Ist es möglich, mit ihrem Know-how den perfekten Mord zu begehen? Ärzte, Wissenschaftler und Ermittler zeigen, wie man als Verbrecher gekonnt seine Spuren verwischen kann. Doch sie sind sich einig: Theoretisch mag es so etwas wie einen vollkommenen Mord geben, in der Realität scheint er jedoch unmöglich.
Wer einen Mord begeht, will nicht erwischt werden. Doch in den letzten Jahren haben Kriminaltechnik und Forensik große Fortschritte gemacht, und Verbrecher haben es immer schwerer, ungeschoren davonzukommen. Aber lässt sich dieses Wissen auch umgekehrt nutzen - um einen perfekten Mord zu begehen?
Polizeiliche Ermittlungen stützen sich heute auf ein Heer von Wissenschaftlern aus zahlreichen Spezialbereichen: Insektenkundler, Pollenexperten, DNS-Wissenschaftler, Toxikologen, Feuerexperten. Jede kleinste Spur kann entdeckt und gedeutet werde - solange der Täter welche hinterlassen hat.
Denn auch Verbrecher haben über das Internet heute besten Zugang zu Expertenwissen. Und Fernsehserien über kriminaltechnische und gerichtsmedizinische Ermittlungen sind weit verbreitet. Die Polizei spricht bereits vom "CSI-Effekt": Immer mehr Täter versuchen, mit dem Wissen aus dem Fernsehen Spuren zu manipulieren und zu verwischen, um die Ermittler hinters Licht zu führen.
Oft kann das Nachstellen eines Szenarios wichtige Hinweise zur Aufklärung liefern. Der forensische Entomologe Dr. Lee Goff benutzt dazu Schweinekadaver, da der Stoffwechsel der Tiere dem des Menschen ähnlich ist. Goff überprüft, wie sich die Merkmale des Tatorts auf die Verwesung eines Körpers auswirken und kann so Rückschlüsse ziehen, wie lange eine Leiche bereits am Tatort liegt.
Körperteile von Schweinen benutzt auch Dr. Eleanor Graham in ihrer Forschung. Sie untersucht, welche Mittel zur schnellen Zersetzung einer Leiche führen. Und dabei ist nicht etwa die zerstörerische Salzsäure die gründlichste Lösung - Graham macht mit gewöhnlichen Haushaltsmitteln erstaunliche Entdeckungen...
Manchmal können außergewöhnliche Zufälle bei der Aufklärung eines Mordfalls helfen. Der Fund einer Wasserleiche nahe Seattle ähnelte einem fiktiven Fall eines Kriminalromans. Der Autor hatte sich für die Recherche von einem Ozeanografen beraten lassen, der das Strömungsverhalten des Gewässers analysierte, um den Leichenfundort im Roman möglichst realistisch auszuwählen. Später konnte genau dieser Wissenschaftler die entscheidenden Beweise für den realen Mordfall liefern.
Ein berühmtes Beispiel für einen bis heute ungelösten Mord liefert der Fall des Ex-Spions Alexander Litwinenko. Nachdem er ins Krankenhaus eingeliefert worden war, brauchten die Ärzte zunächst mehrere Wochen, um die Ursache für sein langsames Sterben heraus zu finden: Polonium. Die Symptome der Vergiftung mit dieser radioaktiven Substanz waren den Ärzten unbekannt, und sie verloren bei der Behandlung zu viel Zeit, um Litwinenko noch helfen zu können. Auch nach seinem Tod hält die Suche nach seinem Mörder noch an.
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