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Alptraum Fehlgeburt [OT: Waiting for a Heartbeat] |
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Das eigene Baby zum ersten Mal in den Armen zu halten ist ein unvergessliches
Gefühl. Doch viele Paare müssen hart um das Überleben
ihres ungeborenen Kindes kämpfen – und manchmal verlieren
sie diesen Kampf. Einige sogar immer wieder aufs Neue. Dieser Film zeigt
die Geschichte von drei Paaren, die nach Fehlgeburten jedes medizinische
Risiko auf sich nehmen um endlich ihren lang ersehnten Kinderwunsch
zu erfüllen ...
Fehlgeburten zählen zu den häufigsten Schwangerschaftskomplikationen.
Die Ursachen für wiederholte Fehlgeburten sind bislang jedoch kaum
erforscht. Eine der wenigen Kliniken, die sich auf dieses Fachgebiet
spezialisiert hat, ist das Londoner St. Mary’s Hospital. Professor
Lesley Regan ist Begründerin und Leiterin der dortigen Klinik für
wiederholte Fehlgeburten. Nur die schwersten Fälle landen bei der
Geburtshelferin und Gynäkologin, die selbst Mutter von Zwillingen
ist.
Ihre Prognosen machen Mut, die meisten ihrer Patienten brauchen die
Hoffnung noch nicht aufzugeben. Die BBC begleitete ein Jahr lang drei
Paare, die sich mit Hilfe des St. Mary’s erneut auf das Wagnis
einer Schwangerschaft einließen. Als Testpersonen für Medikamente,
deren Wirksamkeit noch nicht belegt und teilweise sogar umstritten ist,
lebten sie noch einmal in der täglichen Angst, ihr Kind zu verlieren.
Die fünfundzwanzigjährige Rachel Lucas ist zum siebten Mal
schwanger. Nach sechs Fehlgeburten versucht sie sich möglichst
wenige Hoffnungen zu machen. Doch die Minuten, in denen sie während
der wöchentlichen Ultraschalluntersuchung im St. Mary’s auf
den erlösenden Herzton ihres Babys wartet, sind immer wieder Momente
voller Angst und Sorge.
Joanne und Dave hatten bereits fünf Fehlgeburten. Die langen Fahrten
von Scarborough an die Londoner Klinik sollen ihnen Klarheit bringen,
ob ihr Kinderwunsch doch noch in Erfüllung gehen kann. Die beiden
haben bereits eine neunjährige Tochter, doch vor allem Joanne will
unbedingt ein zweites Kind.
Bei den Osbornes ist es eher Ehemann Paul, der sich ein Leben ohne Kinder
nie recht vorstellen konnte. Seine Frau Naomi leidet deshalb um so mehr
unter ihren drei Fehlgeburten, eine davon in der dreiunddreißigsten
Woche. Nach aufwändigen Labortests findet man am St. Mary’s
Hospital die Ursache dafür. In Naomis Blut wurden Lupus-Antikoagulantien
nachgewiesen. Diese Antikörper können das Zellwachstum der
Plazenta stören und im späteren Schwangerschaftsverlauf die
Blutversorgung des Fötus unterbrechen. Auch ihre erneute Schwangerschaft
wird von den Fachärzten der Londoner Klinik und der BBC begleitet.
Mit Hilfe von Ultraschalluntersuchungen lässt sich die Entwicklung
der Ungeborenen im Mutterleib relativ zuverlässig beobachten. Für
viele Frauen sind die raren Momente, in denen sie ihr Kind auf einem
Bildschirm betrachten können, kostbare Augenblicke. Doch für
die Patientinnen von Professor Regan sind es Augenblicke der Angst.
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