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Der weisse Tod - Anatomie einer Lawine [OT: Anatomy of an avalanche] |
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BBC begleitete eine Gruppe von Wissenschaftler ein halbes Jahr lang, um herauszufinden wie es zur Katastrophe in den österreichischen Alpen kam.
Galtür ist ein kleiner idyllischer Ort mitten in den Alpen. Im Februar 1999 wurde er jedoch zum Schauplatz einer Tragödie: Eine Lawine gigantischen Ausmaßes verwüstete die Ortschaft und nahm 31 Menschen mit in den Tod. Die Lawine widersprach allen Vorhersagen und sprengte sämtliche wissenschaftliche Erklärungs-Modelle.
Lawinen sind in den Alpen keine Seltenheit. Sie sind ein natürlicher Mechanismus, mit denen sich der Berg sozusagen von seiner drückenden Schneelast befreit. Doch der Jahrhundertwinter von 1999 schuf neue Bedingungen. Tagelanger Schneefall, permanenter Wind und Temperaturschwankungen schufen die Voraussetzungen für eine tödliche Schneefalle. In den Bergen stauten sich die Schneemassen. Als sie sich schließlich lösten, kam es zur größten Lawine, die je die Alpen heimsuchte.
Um die Auslöser des Unglücks herauszufinden, gingen die Wissenschafter wie Kriminalisten vor: Sie befragten die Augenzeugen von Galtür über ihre Beobachtungen kurz vor der Katastrophe. Sie analysierten Amateur Video-Aufnahmen des Lawinenunglücks und sie stiegen in die Berge, um die Konsistenz des Schnees zu untersuchen. Doch die entscheidenden Hinweise lieferten schließlich nicht Computersimulationen oder Schneeanalysen.
Nur wenige Tage vor der Katastrophe hatten Wissenschafter die Wetter-Bedingungen genutzt, um ein weit gefährlicheres Experiment zu wagen: Sie wollten sich von einer Lawine überrollen lassen, um zu sehen, was unter den Schneemassen wirklich vorgeht. Dazu bauten sie einen lawinensicheren Bunker, installierten Radarpistolen und lösten eine Lawine aus. Die Wucht der in Bewegungen geratenen Schneemassen erschütterte selbst die Betonmauern des Bunkers. Die Ergebnisse aus diesem Selbstversuch sollten später erheblich zum Verständnis der Jahrhundert-Lawine in Galtür beitragen.
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