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Chaos über den Wolken  [OT: Crowded Skies]

Fliegen gilt als die sicherste Form des Reisens. Aber das könnte sich bald ändern - denn über den Wolken drängen sich immer mehr Flugzeuge. Und damit steigt das Risiko, dass technische Fehler passieren, Systeme überlastet werden oder menschliches Versagen eintritt.

Das Ergebnis sind dann Katastrophen, von denen es im nachhinein heißt, dass sie nie hätten passieren dürfen: Kollisionen von Passagierflugzeugen in der Luft und am Boden mit zahlreichen Opfern.

Die dreiteilige Dokumentationsreihe CHAOS ÜBER DEN WOLKEN rekonstruiert, wie einige der tragischen Unglücke abgelaufen sind – und wie es dazu kam ...

 


ABSTURZ AM BODENSEE


Es war der 1. Juli 2002. Exakt um 23.35 Uhr und 32 Sekunden kollidieren 11.000 Meter über dem Bodensee zwei Flugzeuge. Eine Tupolew 154 mit 71 Passagieren und eine DHL-Frachtmaschine mit vier Besatzungsmitgliedern an Bord stürzen ab und explodieren. Unter den Opfern sind auch 45 Schulkinder aus Baschkirien, die einen zweiwöchigen Urlaub in Spanien gewonnen hatten. Wie durch ein Wunder wird niemand durch den Trümmerregen, der über Baden- Württemberg niedergeht, verletzt.

Danach forschte die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig nach den Ursachen für das Unglück – und stieß dabei auf eine Kette menschlichen Versagens: Der zuständige Fluglotse in der Katastrophennacht hatte mit zahlreichen technischen Mängeln zu kämpfen. Das Haupttelefonnetz war wegen Wartungsarbeiten ebenso abgeschaltet wie das Radarwarnsystem, das bei gefährlicher Annäherung zweier Maschinen ein akustisches Signal gibt. Und so nahm die Katastrophe ihren Lauf. In dramatischen Rekonstruktionen stellt ABSTURZ AM BODENSEE anhand von Augenzeugenberichten, Aufzeichnungen und Experten minutiös dar, was in der entscheidenden Nacht passierte.


RISIKOFAKTOR MENSCH


In der Luftfahrt kann schon der kleinste technische Defekt eine Katastrophe auslösen. Die Zunahme des Flugverkehrs macht aber immer wieder deutlich, was die größte Schwachstelle im System ist: menschliches Versagen. RISIKOFAKTOR MENSCH beschäftigt sich mit einigen der fatalsten Irrtümer im Flugverkehr und deren dramatischen Folgen. Wie bei einem der größten Flugzeugunglücke der Luftfahrtgeschichte, als 312 Menschen bei einem Zusammenstoß in der Luft über Delhi ums Leben kamen. Der Auslöser: Verständigungsprobleme zwischen dem Tower und dem Bordfunker aus Kasachstan. Aber auch in Europa klappt die Verständigung nicht immer. Im Funkverkehr mit dem Flughafen Paris wird immer noch französisch gesprochen - was einen Piloten das Leben kostete.


LANDEBAHN DES TODES


LANDEBAHN DES TODES nennt sich der dritte und letzte Teil von CHAOS ÜBER DEN WOLKEN, der zeigt, dass es am Boden oft gefährlicher ist, als in der Luft. Am 27. März 1977 ereignete sich auf dem Flughafen von Teneriffa ein Crash auf der Landebahn. Eine voll besetzte Boeing verirrte sich im Nebel auf eine Startbahn, von der ein anderer Urlaubsflieger gerade startete. 583 Menschen kamen ums Leben – dieser Unfall bleibt bis heute das größte Flugzeugunglück aller Zeiten. Kurze Zeit später begann man mit Bodenradar auch die Bewegungen der Maschinen auf dem Rollfeld sichtbar zu machen. Aber 26 Jahre später passierte genauso ein Unglück im Nebel von Mailand – weil der Bodenradar noch immer nicht installiert war. Diese Folge zeigt anhand von Interviews mit Zeitzeugen, Experten und Überlebenden, wie eine Verkettung von Unachtsamkeiten auch heute noch zu schweren Katastrophen am Boden führen kann ...


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