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Weltwunder der Technik  [OT: Seven Wonders of the Industrial World]

Die Eisenbahn durch den wilden Westen

Spiegel Geschichte - 10. Jun / 19:25 Uhr
Spiegel Geschichte - 11. Jun / 13:40 Uhr

1863 begannen die Arbeiten an dem 3.000 Kilometer langen Schienenstrang zwischen Sacramento am Pazifischen Ozean im Westen und Omaha in Nebraska. Quer durch die Wildnis schlug man den stählernen Schienenstrang, um die bislang getrennte Ost- und Westküste der USA zu verbinden und zerstörte dabei rücksichtslos das Leben der Indianer.

Aufwendige Spielszenen und eindrucksvolle Landschaftaufnahmen zeigen den unerbittlichen Weltlauf zwischen den konkurrierenden Eisenbahngesellschaften um das große Geld: der "Union Pacific" im Osten und der "Central Pacific" im Westen. Zehntausende schufteten sechs Jahre an der Strecke, immer wieder unerbittlich angetrieben von den oft skrupellosen Vorarbeitern. Tausende verloren ihr Leben bei der Überwindung der mächtigen Gebirgszüge, als Lawinen ganze Streckenabschnitte hinwegfegten, Brücken über abgrundtiefen Canyons einstürzten, oder die Indianer in der Prärie die Arbeiter angriffen.

Aber die Eisenbahn erschloss nicht nur das Land, sie veränderte auch die USA. Eindrucksvolle Spielszenen zeigen, wie jeder Meter Strecke Richtung Westen die Indianer aus ihrer Heimat vertreibt und schließlich in einem Vernichtungskrieg gegen die Ureinwohner endet. Wie mit den schnell errichteten Zelt- und Barackenstädten, die "Hells on wheels" - "Höllen auf Rädern", Brutstätten der Gewalt, die Selbstjustiz Einzug hält und so erst der "Wilde Westen" mit der Lynchjustiz entsteht.

Wie trotz dieser Widrigkeiten 1869 nach sechs Jahren Bauzeit die beiden Schienenstränge in Promontory Point in Utah aufeinandertrafen, der "Wilde Westen" bezwungen und die Ost- und Westküste verbunden waren, erzählt der Film.

 

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