4.000 Meter unter dem ewigen Eis der Antarktis
verbirgt sich der Wostok-See. Das riesige Gewässer
ist bislang völlig unerforscht, da es nur mit erheblichem
technischem und finanziellem Aufwand zu erreichen ist. Wissenschaftler
vermuten im Wostok-See bislang völlig unbekannte Lebewesen,
da sich Flora und Fauna hier - getrennt vom Rest des Planeten
- entwickelt haben.
Unter dem ewigen Eis der Antarktis verbirgt sich eine geheimnisvolle,
völlig unberührte und kaum erforschte Welt: der
Wostok-See. Forscherteams aus aller Welt wollen die Geheimnisse
dieses riesigen Süßwassersees lüften, der
seit Millionen von Jahren 4.000 Meter unter dem Eispanzer
der Antarktis eingeschlossen ist. Wissenschaftler vermuten,
dass sich im Biotop des Wostok-Sees eine einzigartige Tier-
und Pflanzenwelt entwickelt hat, völlig getrennt von
den anderen Lebewesen der Erde. Russische Wissenschaftler
haben vor Ort bereits Bohrungen im Eis durchgeführt
und Proben entnommen. Diese lassen darauf schließen,
dass im See tatsächlich Organismen leben, die bislang
völlig unbekannt waren.
Doch was wird aus diesem einzigartigen Lebensraum, sollte
der Mensch in ihn vordringen? Derzeit existiert keine Bohrtechnik,
mit der Verunreinigungen und damit vielleicht die Zerstörung
des Biotops sicher vermieden werden könnten. So ist
das Projekt in der internationalen Forschergemeinschaft
umstritten. Insbesondere die Amerikaner, die am Südpol
eine Forschungsstation betreiben, halten es für zu
kostspielig und für wissenschaftlich nicht gerechtfertigt.
Zumal der Wostok-See im kältesten Teil der Erde und
in einer der gefährlichsten und unwegsamsten Regionen
der Antarktis liegt. Um die Geheimnisse des Gewässers
zu lüften, sind Know-how und finanzielle Unterstützung
mehrerer Nationen notwendig, und vielleicht müsste
auch die amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA
Wissen und Finanzmittel beisteuern.
Produktion
Producer Jonathan Renouf
Series Editor Bettina Lerner