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Naturwunder
Galapagos
[OT: Galapagos] |
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Diese mehrteilige BBC-Dokumentation
begibt sich auf
die Spuren Charles Darwins und porträtiert einen der außergewöhnlichsten
Plätze dieser Erde.
Der Archipel der Galapagosinseln besteht aus 13 Hauptinseln und über
60 weiteren kleinen Inseln, Felsen und Riffen, die sich über vierhundert
Kilometer weit im Pazifik erstrecken. Sie liegen rund 1.000 Kilometer
östlich der Küste Südamerikas und somit sehr nah am Äquator.
Dank einer raffinierten Mischung aus ungewöhnlich realistischen
Computeranimationen, hochauflösenden Satelliten sowie modernsten
Unterwasseraufnahmen wird erkennbar, dass die Galapagosinseln in Wirklichkeit
die Gipfel gewaltiger Unterwasservulkane darstellen, die sich an der
Kreuzung von vier großen Meeresströmungen befinden und ständig
in Bewegung sind. Alle Inseln gleiten wie auf dem Fließband Richtung
Südosten, bis sie am Ende ihrer Millionen Jahre langen Reise schließlich
in den Wellen des Pazifischen Ozeans untergehen.
Dank der Zusammenarbeit mit vielen Wissenschaftlern vor Ort gelangen
ungewöhnliche Bilder der Vielfalt und der Einzigartigkeit des Lebens
auf den verschiedenen Inseln. Pinguine, deren Verwandte aus der Arktis
stammen; Schildkröten so groß wie nirgendwo anders; Drachentiere,
die das Fürchten lehren; riesige Schwärme von Hammerhaien;
Vögel, die wie Vampire vom Blut anderer Tiere leben.
Aus Feuer geboren
Im Jahre 1535 reiste der Bischof von Panama, Thomas de Berlanga, im
Rahmen einer heiligen Mission nach Peru. Eines Tages geriet sein Schiff
auf hoher See in Windstille. Den starken Meeresströmungen ausgeliefert,
wich es vom Kurs ab und gelangte am 10. März an die Küste
einer merkwürdigen Inselgruppe.„Es scheint, als hätte Gott die Erde mit Steinen überschüttet;
und der Boden hier ist wie Asche … wertlos.“ So schildert
der Bischof von Panama die Inselgruppe im Pazifik bei seinem unfreiwilligen
Aufenthalt 1535. Er hatte eine bis dahin noch unentdeckte Welt betreten.
Von schlangenartigen Leguanen, von einfältigen Vögeln und
riesigen Schildkröten berichtet er. In den Augen des Gottesmannes
ein völlig nutzloses Land, da es keine Goldvorkommen gibt.
Nicht einmal in seinen kühnsten Träumen hätte er sich
die tief greifende Bedeutung der Entdeckung dieser Inseln vorstellen
können, die später den Namen Galapagosinseln erhalten und
unser Bild von der Entwicklung allen Lebens von Grund auf verändern
sollten.
Inseln, die die Welt veränderten
"Es scheint, als hätte Gott die Erde mit Steinen überschüttet; und der Boden hier ist wie Asche ... wertlos." So schildert der Bischof von Panama die Inselgruppe im Pazifik bei seinem unfreiwilligen Aufenthalt 1535. Er hatte Galapagosboden, eine bis dahin noch unentdeckte Welt, betreten. Von schlangenartigen Leguanen, einfältigen Vögeln und riesigen Schildkröten berichtet er. In den Augen des Gottesmannes ein völlig nutzloses Land.
Ganz anders sah 300 Jahre später Charles Darwin den Archipel, obwohl auch er sich nicht ganz freiwillig dort aufhielt. Die Orte, Tiere und Pflanzen, die der Naturforscher erblickte, beeindruckten ihn so sehr, dass er zahlreiche Überlegungen und Vergleiche anstellte. Er erkannte, dass das Leben auf den Inseln nur zwei Möglichkeiten hat: Entweder es passt sich Veränderungen an oder es stirbt aus. Schildkröten passten ihre Panzerform, Finken ihre Schnäbel und Körperformen den Inselgegebenheiten an. Kormorane legten ihre Flugfähigkeit ab, um dafür besser tauchen zu können. Blüten zeigten nur noch gelbe Farben.
Auf den Galapagosinseln bekam der Naturforscher die Inspiration für seine Evolutionstheorie, die die biologische Weltansicht des 19. Jahrhunderts erschütterte. Die Entstehung der Arten wurde auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt.
Um einen Eindruck vom damaligen Aufenthalt zu bekommen, wird Darwins Besuch auf den verschiedenen Inseln szenisch nachgestellt.
Aus den Tiefen des Ozeans, durch einen Hotspot wie auf einem geologischen Fließband entstanden, zusätzlich von vier großen Meeresströmungen beeinflusst, bildet die Inselgruppe bis heute eine sich ständig verändernde Welt.
Kräfte der Veränderung
Galapagos liegt im Pazifik unweit des Äquators. Die kleine Inselgruppe ist den Kräften der Natur erbarmungslos ausgesetzt und abhängig von ihren Launen. Da sie vor allem aus Vulkanen besteht, wird sie auch 'Land des Feuers' genannt.
Die dritte und letzte Folge der Reihe handelt davon, wie die Tiere und Pflanzen auf Galapagos oft überraschende Fähigkeiten entwickelten, um den Naturgewalten zu trotzen und sich den ökologischen Gegebenheiten anzupassen.
Die weiblichen Drusenköpfe etwa erklimmen den schroffen Kraterrand des aktivsten Vulkans, um dort ihre Eier in einer der wenigen Höhlungen abzulegen, die warme und weiche Erde zu bieten haben. Der Galapagos-Seebär dagegen sucht sich im Meer unterirdische Lava-Grotten, die ihm Schutz vor der heißen Sonne bieten. Und die lustigen Blaufußtölpel passen blitzschnell ihre Brutzeit den veränderlichen Ozean-Strömungen an.
Noch ist das Leben auf den Galapagosinseln widerstandsfähig genug, um mit den natürlichen Veränderungen Schritt halten zu können. Doch wird es auch den Herausforderungen standhalten, die der zunehmende Tourismus mit sich bringt?
Produktion
Series Producer Patrick Morris (Wild Africa, Wild Europe)
Executive Producer Mike Gunton (Journey of Life, Life in the Undergrowth, Nile)
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