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Wildes Indonesien [OT: Wild Indonesia] |
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Diese mehrteilige BBC Dokumentation beschreibt in
atemberaubenden Bildern das "Wilde Indonesien".
Indonesien besteht aus über 17.000 Inseln, besitzt
mehr aktive Vulkane als jedes andere Land der Welt und liegt
als 5.000 Kilometer lange Kette zwischen Australien und dem
asiatischen Festland. Eine üppige
Vegetation und eine einzigartige Tierwelt bestimmen den
Archipel. Der
Inselstaat ist die Heimat zahlreicher nur hier vorkommender
Tiere.
Inseln des Feuers
Indonesien wird auch "Feuergürtel" genannt, denn die
5.000 Kilometer lange Kette aus 17.000 Inseln zwischen dem
nördlichen Australien und Asien entstand vor 150 Millionen
Jahren durch Vulkanausbrüche. Gegenwärtig sind
155 Vulkane in Indonesien aktiv, und mit einem Ausbruch täglich
ist die Region das Gebiet mit der größten Vulkantätigkeit
der Erde.
Auf der abgeschiedenen Insel Komodo führen schwergewichtige
Komodowarane Ringkämpfe um ein Weibchen. Auf Sulawesi
brüten eigenartig anmutende Hammerhühner riesige
Eier im heißen Vulkansand aus. Auf Borneo versuchen
Nasenaffen, den gierigen Mäulern lauernder Krokodile
zu entkommen. Auf demselben entlegenen Eiland mauert sich
ein Helmhornvogelweibchen für drei Monate in ein Baumloch
ein, um sich und ihr Küken zu schützen, und lässt
sich unterdessen von seinem Männchen mit Feigen füttern.
Und Java, eine der Hauptinseln Indonesiens, ist mit 150 Millionen
Einwohnern nicht nur die am dichtesten besiedelte Insel der
Welt, sondern beherbergt auch den größten buddhistischen
Tempel: die beeindruckenden Ruinen von Borobudur, die auf
das 8. Jahrhundert zurückdatiert werden.
Unterwasserwunderwelt
Die Korallenriffe sind die Regenwälder des Meeres. Während
der Büffelkopf-Papageifisch sich von lebenden Korallen
ernährt, senden im Wasser schwebende Sepia pulsierende
Leuchtsignale aus, um ihre Beute anzulocken. Ein zwölf
Meter langer Walhai durchstreift das Meer. Er ist Vegetarier
und ernährt sich von winzig kleinem Plankton, obwohl
er mit seinem Maul einen Menschen verschlingen könnte.
Die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt Indonesiens beherbergt
Zwergseepferdchen, die nicht größer als ein Fingernagel
sind, und Fledermausfische, die sich als wassergetränkte
Mangrovenblätter getarnt über dem Meeresboden treiben
lassen. Und der Karnevalstintenfisch ist ein geradezu meisterhafter
Verwandlungskünstler. Er kann sowohl eine knapp über
dem Meeresboden schwimmende Flunder nachahmen als auch eine
tödliche Seeschlange oder einen giftigen Feuerfisch.
Im Einklang mit dieser faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt
leben die Badjo, ein Volk von Seenomaden, nahe der Insel
Sulawesi. Früher verbrachten sie ihr ganzes Leben auf
Schiffen. Mittlerweile haben sie jedoch über den Korallenriffen
zahlreiche Dörfer auf Stelzen errichtet. Ihre Kinder
halten als Haustiere weder Hunde noch Katzen, sondern riesengroße
Fregattvögel, die ausgezeichnete Flieger sind und ihren
Namen von Seeleuten erhalten haben.
Magischer Dschungel
In den schwülen Urwäldern von Borneo, Sumatra und
Java leben vom Aussterben bedrohte indische Elefanten und
Sumatra-Nashörner. Hier findet man die Rafflesie - die
größte Blume der Welt - und die Amorphophallus-Blume
mit ihrem drei Meter hohen Kolben. In den Baumwipfeln hallt
die Luft frühmorgens von den Balzrufen der Gibbons wider,
die sich grazil von Baum zu Baum schwingen. Auch die Orang-Utans
bleiben hier lieber oben auf den Bäumen, da sie nur
dort vor dem umherstreifenden Sumatra-Tiger sicher sind.
Die Tier- und Pflanzenwelt im Regenwald von Neuguinea, knapp
2.000 Kilometer weiter östlich, erinnert ein wenig an
Australien. Auf dem Boden des Regenwalds tummeln sich stachelige
Ameisenigel, eine primitive Unterart der Ameisenbären,
und Beutelmarder, bissige katzenartige Beuteltiere. Die außergewöhnlichsten
Säugetiere Neuguineas sind die Baumkängurus. Sie
sind wegen ihres langsamen Stoffwechsels äußerst
träge und hängen faul in den Baumwipfeln.
Glamourös setzen sich die Paradiesvögel in Szene.
Die Männchen stellen ihr extravagantes Federkleid zur
Schau und vollführen staunenswerte Tänze, um die
Weibchen für sich zu gewinnen.
Nur wenige Tierarten, kommen in sämtlichen Wäldern
Indonesiens vor. Zu ihnen zählen die Flughunde, die
größten Fledermäuse der Welt. Sie können
nachts, wenn sie auf Futtersuche sind, bis zu 60 Kilometer
weit fliegen.
Produktion
Series Producer Richard Matthews
Executive Producer Neil Nightingale
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