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Wildes Südamerika [OT: Wild South America - Andes to Amazon] |
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Diese mehrteilige BBC Dokumentation zeigt eine Reise über den Kontinent und durch die Naturgeschichte
Südamerikas.
Nirgendwo sonst auf der Erde teilen sich so viele Tierarten
einen gemeinsamesn Lebensraum. Wie konnte dieser einmalige
Artenreichtum entstehen? Die Antwort liefert eine Reise über
den Kontinent und durch die Naturgeschichte Südamerikas,
mit der die Dokumentationsreihe beginnt.
Südamerika ist ein Kontinent der Gegensätze. Im
und auf dem Atlantik, der die einst verbundenen Kontinente
Südamerika und Afrika voneinander trennt, leben Delfine,
Wale Pinguine und Millionen von Seevögeln. Zwischen den
Anden, dem längsten Gebirgszug der Welt, und dem Pazifik
liegt die Atacama-Wüste, der trockenste Landstrich der
Erde. Eine lebensfeindliche Region - aber nicht unbewohnt.
Hier leben z.B. die Guanakos, südamerikanische Kleinkamele.
Diese Tiere haben eine besondere Methode entwickelt, um ihren
Wasserbedarf zu decken: Sie lecken den Morgentau von Kakteen.
Mit der Formation der Anden entstand auch das Amazonas-Flussbecken.
Hier befindet man sich im größten Dschungel der
Welt. Von winzigen Krallenäffchen bis hin zu so seltsamen
Tieren wie den rosa Flussdefinen gibt es hier Leben im Überfluss.
FOLGE 1: Verlorene Welten
Die Episode "Verlorene Welten" gibt uns einen Einblick in
die unglaubliche Vielfalt an Leben, das sich auf ein und demselben Kontinent
auf so unterschiedliche Weise entwickeln konnte.
Über den eisigen Bergspitzen des längsten Gebirgszugs der
Welt, den Anden, kreisen Kondore. Durch die Atacamawüste, die trockenste
Region der Erde, spazieren Guanakos und im wasserreichsten Fluss der
Erde tummeln sich Amazonasdelfine. Von der tropischen Karibik im Norden
bis zum subarktischen Kap Hoorn im Süden, erstreckt sich der südamerikanische
Kontinent über eine Länge von mehr als 7.400 Kilometern. Diese
unterschiedlichen Lebensräume haben eine Vielzahl außergewöhnlicher
Arten hervorgebracht. Manche davon sind einzigartig und finden sich
nirgendwo sonst auf der Welt, so zum Beispiel die Krallenaffen oder
die Beutelratten.
FOLGE 2: Der große Strom
Der Amazonas ist nach dem Nil der zweitlängste Fluss der Erde.
Und was die Wassermenge betrifft, da hält er den einsamen Spitzenrekord:
Ein Fünftel des gesamten Süßwassers, das in die Weltmeere
fließt, kommt aus dem Amazonasbecken. Diese Episode erzählt
davon, wie sich Tiere und Pflanzen an diese "Wasserwelt" angepasst
haben.
Jedes Jahr tritt der Amazonas über seine Ufer und überschwemmt
große Teile des Regenwaldes. Auf diese Weise verschwindet eine
ganze Region etwa von der Größe Englands unter der Wasseroberfläche.
Diese Überschwemmungswälder bilden ein einzigartiges Ökosystem.
Die Schwankungen des Wasserpegels bestimmt das Leben aller hier lebender
Kreaturen.
In der trockenen Saison, wenn der Amazonas und die Nebenflüsse
ihren niedrigsten Stand haben, wandern Tausende von Riesenwasserschildkröten
an Land, um ihre Nester in den sandigen Boden zu graben.
Auch für Räuber wie Riesenotter oder Kaimane ist die Trockenzeit
die beste Zeit. Jetzt sind die Fische auf relativ engem Raum zusammengedrängt
und deshalb viel leichter zu fangen. Aber nicht alle Fische sind so
harmlos, wie sie scheinen, es lauern auch gefährliche Piranhas,
Zitteraale und die von den Einheimischen am meisten gefürchteten
"Vampirfische".
FOLGE 3: Weites Land
In dieser Episode geht es in die weiten Savannen und Steppen Brasiliens,
wo so einzigartige Lebewesen wie Ameisenbären, Gürteltiere,
Mähnenwölfe und Wasserschweine beheimatet sind.
Nur wenige Menschen wissen, dass Südamerika so weite Steppen und
Weideflächen hat, vergleichbar denen Afrikas. Mit nur einem Unterschied,
hier gibt es weitaus seltsamere Tierarten. Nicht Gnus, Antilopen oder
Zebras leben hier, sondern Ameisenbären, Gürteltiere, Anakondas
und Jaguars. Sie alle haben gelernt, sich an die extremen Witterungsverhältnisse
anzupassen, die von glühender Hitze bis zu wolkenbruchartigen Regenfällen
reichen.
Jedes Jahr zwischen Dezember und März, wenn die Flüsse über
die Ufer treten, verwandelt sich das Pantanal, das weite Tiefland im
Westen Brasiliens, in das größte Sumpfgebiet der Erde. Nun
erwachen viele der Tiere aus ihrer Lethargie, denn endlich gibt es Nahrung
im Überfluss.
Umgeben ist das Pantanal von Feuchtsavannen - auf Brasilianisch "cerrados"
- ungefähr von der Größe Westeuropas, wobei 60 Prozent
der Fläche heute bewirtschaftet ist. Doch der Rest birgt noch immer
eine einzigartige Fauna und Flora.
FOLGE 4: Die Anden
In dieser Episode geht es in die Anden, die längste Bergkette der
Welt, die sich vom Äquator bis zur Antarktis erstreckt. Aber selbst
in diesen unwirtlichen Regionen gibt es eine Vielzahl von Tierarten:
Bären, Pumas, Kondore und Flamingos - alle müssen sie gegen
eine betäubende Kälte, tosende Winde, dünne Luft und
vulkanische Kräfte kämpfen.
Die Anden sind der längste Gebirgszug der Erde. Sie erstrecken
sich über 7.200 Kilometer entlang der Pazifikküste von Feuerland
im Süden bis zur Karibik im Norden. Es handelt sich jedoch um
keinen einheitlichen Gebirgszug, sondern um verschiedene Bergketten,
Täler
und Hochebenen vollkommen unterschiedlichen Charakters.
Der äußerste Süden ist größtenteils von
einer geschlossenen Eisschicht bedeckt und beeindruckt vor allem mit
seinen mächtigen Gletscher, die sich unablässig neu formen.
In den Zentralanden findet man zahlreiche aktive Vulkane sowie die höchsten
Gipfel Südamerikas, manche von ihnen knapp 7.000 Meter hoch. Westlich
davon liegt ein anderes Extrem: die Atacamba, die trockenste Wüste
der Erde. Die östliche Seite der Anden gehört hingegen zu
den regenreichsten Regionen, hier hat auch der Amazonas seinen Ursprung.
Die Anden vereinen beinahe alle Klima- und Vegetationszonen dieser Erde.
Und ebenso vielfältig ist auch ihre Tierwelt: von den Pinguinen
an der Südspitze und der Westküste Südamerikas, über
die Bären und Pumas in den höher gelegen Gebirgsregionen,
bis zu den größten flugfähigen Vögel der Welt,
den Kondoren, die ihre weiten Kreise über den schneebedeckten Gipfel
ziehen.
FOLGE 5: Buntes Amazonien
Das Amazonasgebiet stellt den ausgedehntesten Regenwald der Erde dar
und bietet mehr Arten Raum zum Leben als irgendein anderes Gebiet.
Trotz des vorhandenen Überflusses ist der Kampf ums Überleben
im Dschungel extrem hart. Manche Blätter und Samen enthalten Gifte
wie Strychnin, Morphin und Kokain, um nicht gefressen zu werden.
Die
Tiere haben aber ihre eigenen Strategien entwickelt, um mit diesen
Giften umzugehen. Zum Beispiel ist das Verdauungssystem der Weißkopfsakis
- sehr seltener und scheuer Primaten - in der Lage, diese Gifte zu
verarbeiten, während andere Tiere zum Schutz vor Pflanzengiften
Schlamm fressen. Lehm wirkt als Gegengift bei einigen dieser Pflanzen.
Deshalb versammeln sich zahlreiche Tiere an den Lehmlecken des Amazonas,
dem südamerikanischen Pendant zu den afrikanischen Wasserlöchern,
die außerdem Salz und andere wichtige Mineralien enthalten.
Mit speziellen Nachtaufnahmegeräten ließ sich für die
Dokumentation auch ein Tapir, ein selten zu sehendes Säugetier,
auf dem Weg zur Lehmlecke mit der Kamera beobachten. Für eine
Vampirfledermaus ist der Rücken des Tapirs dabei wie ein beweglich
angerichtetes Festessen.
FOLGE 6: Raue Küste
Im letzten Teil der Reihe beginnt die Reise im bewegten Wasser des
Südpolarmeeres. Hier umtosen Stürme das Ende der Welt, von
keiner Landmasse gebremst. Felsenpinguine versuchen, an den felsigen
Küsten der Falklandinseln an Land zu klettern. Sie nisten dicht
an dicht mit Schwarzbrauenalbatrossen. An Sandstränden ziehen
Eselspinguine ihre Jungen mit Fischen und Krill auf. Die Schwertwale
wiederum ernähren sich vom reichhaltigen Angebot an Eselspinguinen.
An der Südküste Patagoniens haben die Gletscher der Anden
tiefe Fjorde entstehen lassen, durch die das eisige Wasser weit ins
Landesinnere vordringt. Die Region wurde bisher kaum erforscht. Im
Schutz der Berge wachsen Unterwasserwälder aus Seetang, hier leben
Seelöwen und Seebären. Auch an Land gibt es Wälder.
Magellanpinguine nisten unter den Baumwurzeln.
In den Fjorden der Pazifikküste leben Peale-Delfine. Von hier
aus nutzen riesige Pottwalbullen den Humboldtstrom, um den beschwerlichen
Weg entlang der Westküste Südamerikas bis zu ihren Paarungsorten
in den Tropen zurückzulegen. Der Humboldtstrom führt sie
auf ihrer Wanderung an der Atacama-Wüste vorbei, der trockensten
Wüste der Erde. Paradoxerweise ist gerade hier das kalte Wasser
des Ozeans am nahrungsreichsten. In der Folge sind zahlreiche Seelöwen
und Seevögel zu beobachten. Vogelkolonien zählen Millionen
von Tieren. Humboldtpinguine müssen ihre Nester unter Kakteen
bauen und ihren Weg zum Wasser durch Strände voller für sie
gefährlicher Seelöwen finden.
Produktion
Episode Producers Karen Bass, Huw Cordey, Tim Scoones, Ian Gray
Series Producer Karen Bass
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