Alternativtitel: "Raubtiere"
Diese dreiteilige BBC Dokumentation
befaßt sich mit den Jagdstrategien der Raubtiere.
Die Welt aus den Augen eines Räubers: Sehen wie ein
Adler, sprinten wie ein Gepard, aus der Tiefe tauchen wie
ein Hai. „Auf Leben und Tod“ ist eine Natur-Doku
die sich mit den Jagdstrategien der Raubtiere befaßt.
Das alleine wäre nicht neu. Die Sichtweise und der
Blickwinkel dieser Doku ist allerdings nicht nur neu, sondern
schlichtweg atemberaubend. In PREDATORS - so der Originaltitel
- dreht sich alles um Wahrnehmung. Man sieht die Welt mit
den Augen der Tiere.
Die Natur kennt kein Happy End. Das Überleben ist ein harter Job - aber Jäger und Gejagte sind perfekt für den permanenten Daseinskampf gerüstet. Muskeln und Sehnen, Zähne und Klauen - die pure physische Kraft und Gewalt sind dabei ebenso notwendig wie Intelligenz, Taktik und vor allem Wahrnehmung. AUF LEBEN UND TOD konzentriert sich auf den kritischen Punkt im Aufeinandertreffen zwischen Jäger und Opfer: dem Moment, der zwischen Leben und Tod entscheidet. Die Filmemacher der BBC interessierten sich jedoch nicht für das Töten an sich, und das vorhersehbare, blutige Resultat. Im Mittelpunkt stehen die wenigen Sekunden, die über Erfolg oder Mißerfolg entscheiden. Dieser Augenblick wurde mit den modernsten Filmtechniken festgehalten: Großaufnahmen nehmen die Distanz, Super-Zeitlupen verdeutlichen was passiert, ein Freeze-Effekt verschafft einem Zeit, genauer hinzusehen. Die Kamera ist ständig in Bewegung - und manchmal filmen sich die Protagonisten sozusagen selbst. Ein Adler filmt seinen eigenen Sturzflug mit der Mikro-Kamera am Bein, ein Gepard beschleunigt die Aufnahmen auf über 100 Stundenkilometer. In Verbindung mit modernsten Computeranimationen, Makro-Aufnahmen und ungewöhnlichen Blickwinkeln kann man die erstaunlichen Jagdtechniken mit anderen Augen sehen.
Von Einzelkämpfern und Rudeljägern
Die großen Raubtiere sind perfekte Killermaschinen. Dieses Image verdanken sie ihrem effizienten Verhalten, wenn es um das Schlagen von Beutetieren geht. Ein Gepard hat nur einen Versuch frei, ein zweiter Anlauf würde ihn zuviel Energie kosten. Um zu überleben muß er schnell sein. Dasselbe gilt für andere Einzelgänger wie dem Weißen Hai bei der Robbenjagd, oder dem Steinadler beim Schlagen eines Karnickels. Aber die Einzelkämpfer-Strategie ist nicht die einzige erfolgreiche. Manchmal macht es auch Sinn, in einer größeren Gruppe anzugreifen, besonders wenn man physisch unterlegen ist. Wenn Hornissen einen Bienenstock angreifen, vernichten sie ihn. Japanische Bienen haben allerdings eine Methode gefunden, um die Eindringlinge mit Hilfe von gemeinsam erzeugter Hitze zu vernichten.
Mit geheimen Waffen zum Erfolg
Körperliche Stärke ist für das Überleben von Vorteil - aber oft ist es viel wichtiger, die richtigen Mittel zur richtigen Zeit einzusetzen. Manche Tiere leben in einer für uns völlig fremden Welt, die sich nur mit speziellen Sinnen wahrnehmen läßt. Hammerhaie empfangen selbst die schwächsten elektrischen Signale von kleinen Beutefischen, und der Sternmull - eine Maulwurfart - hat seine Nase als Tastorgan umfunktioniert, das empfindlicher ist, als die Hände eines Konzertpianisten. Andere Lebewesen arbeiten mit List und heimtückischen Waffen: Vor allem in den Tiefen der Ozeane haben sich einige Kreaturen einiges einfallen lassen, um Beute zu machen oder sich zu verteidigen. Sie arbeiten mit Elektroschocks oder schießen wie eine bestimmte Schnecke Giftpfeile ab.
Zur Jagd geboren, zum Überleben gerüstet
Die dritte und letzte Folge von AUF LEBEN UND TOD befaßt
sich mit dem ewigen Wettlauf zwischen Jäger und Gejagten.
Bei jeder Jagd stehen die Chancen 50:50. Manchmal führen
nur Taktik und begrenzte Allianzen zum Erfolg. Dann jagen
Löwinnen zu zweit um ihre Chancen zu verdoppeln, oder
ein Eisbär nutzt einen Schneesturm als Tarnung. Aber
woher stammen diese Fähigkeiten? Werden sie erlernt
oder handelt es sich um einen angeborenen Instinkt? Die
meisten Tiere müssen jedenfalls früh lernen wie
man tötet - oder sie sind selbst zum Sterben verurteilt.
Produktion
Producers Mary Colwell, Andrew Murray, David Wallace, Peter Bassett, Gavin Maxwell
Series Producers David Wallace, Peter Bassett