Diese Folge führt an die 14.500 Kilometer lange
Küste Chinas. Die ist voller Gegensätze, futuristische
moderne Städte wechseln sich mit alten Dörfern
mit Seegrasdächern, uralten Reisterassen und Sümpfen
ab, in den seltene Tiere leben.
Jedes Jahr ziehen die bedrohten Mandschuren-Kraniche von
ihren nördlichen Brutplätzen bis in ihre Winterquartiere
nahe Shanghai. In den letzten Salzsümpfen Chinas konnte
der bereits ausgestorbene Davidshirsch wieder angesiedelt
werden. Das ging nur, weil eine kleine Herde der wasserliebenden
Hirsche im 19. Jahrhundert nach England gebracht wurde.
Die Nachkommen dieser Herde sind ihn ihre ursprüngliche
Heimat zurückgekehrt.
Die Küstengewässer Chinas sind gefährliche
Gewässer, über die immer wieder Wirbelstürme
fegen können. Die Hafenmetropole Hongkong verdankt
ihren Aufstieg den gut geschützten Ankerplätzen.
Ganz in der Nähe des dicht besiedelten Handelszentrums
liegt überraschenderweise Chinas Hauptschutzgebiet
für Vögel. Hier finden zahlreiche tropische Zugvögel
Schutz, zum Beispiel der Schwarzstirnlöffler. Auch
der gut geschützte Weiße Delphin findet sich
hier.
Vor Hongkong liegt das Südchinesische Meer –
von Inseln und Korallenriffen übersät. In Landnähe
sind die meisten Riffs zerstört und überfischt.
Doch nun gibt es Bemühungen, die Mangrovenwälder
und Fischbestände zu schützen. Die Probleme Chinas
sind allen Ländern bekannt: der wachsende Druck auf
Rohstoffe, Umwelt und Lebensräume. Doch nirgendwo spielen
sie sich in einem so großen Maßstab ab. Der
Weg, den China einschlägt, wird nicht nur die Chinesen
und ihre Umwelt beeinflussen, sondern den Rest der Welt.