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Die innere Uhr – Wie unser Körper tickt [OT: The Secret Life of Your Body Clock]

Die BBC-Exklusiv Dokumentation "Die innere Uhr – Wie unser Körper tickt" zeigt wie umfassend unser Leben vom Ablauf unserer inneren Uhr bestimmt wird. Der Taktgeber im Gehirn sendet regelmäßig elektrische Signale aus, die den Hormonhaushalt, die Körpertemperatur und den Schlaf-Wach-Rhythmus regeln. Man sollte sich bei dem, was man tut nach dem Timing seiner inneren Uhr richten. Dann tickt man immer richtig!

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Sie aufwachen, kurz bevor der Wecker klingelt? Oder warum manche Leute schon frühmorgens topfit sind, während andere noch keinen klaren Gedanken fassen können? Es ist die innere Uhr, die uns diesen Takt vorgibt. Der dazugehörige zentrale Schrittmacher sitzt im Gehirn und ist nicht größer als ein Reiskorn. Dennoch hat uns die winzige Rhythmus-Maschine voll im Griff: egal ob wir Hunger oder Durst haben, ob wir müde werden oder Sport treiben. Unsere innere Uhr gibt vor, wann die beste Zeit dafür ist. Und wir fahren körperlich am besten, wenn wir uns nach dem archaischen Taktgeber richten.

Im Jahr 1962 unternahm der französische Geologe Michel Siffre einen Selbstversuch: er verbrachte zwei Monate in einer Höhle ohne Tageslicht. Dennoch regulierte sein Organismus die Schlaf- und Wachzeiten sowie weitere Körperfunktionen. Dies war der erste Beweis dafür, dass wir einen eigenen Rhythmus für die Abläufe in unserem Körper besitzen: die innere Uhr. Sie reguliert Funktionen wie den Blutdruck, die Körpertemperatur oder die Ausschüttung von Hormonen.

Dementsprechend gibt es Zeiten, wo es besonders günstig ist, sich körperlich oder geistig ins Zeug zu legen, und andere, wo man sich besser zurückhält. Etwa empfiehlt es sich Arbeiten, die eine besondere Konzentration erfordern, morgens zu erledigen. Sportlich hat man wiederum am Nachmittag seine beste Zeit. Leichtathleten oder Radrennfahrer erbringen ihre Bestleistungen regelmäßig in den Nachmittagsstunden.

Man kann sich der inneren Uhr auch bedienen, um Krankheiten zu behandeln. In Frankreich etwa erforscht der Darmkrebsspezialist Francis Lévi eine Form der Chemotherapie, die sich nach dem Biorhythmus der Patienten richtet. Die daran angepasste Medikamentengabe führt dazu, dass weniger gesunde Zellen geschädigt werden sowie vergleichsweise mehr Krebszellen vernichtet – und auch die Nebenwirkungen sind schwächer.

Wenn wir unsere innere Uhr ignorieren, müssen wir mit gesundheitlichen Konsequenzen rechnen. Bei Schichtarbeitern ist beispielsweise die Rate an Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs erhöht. Und auch regelmäßig große Mahlzeiten am späten Abend zu sich zu nehmen, führt zu einem größeren Risiko an Diabetes zu erkranken.



Wussten Sie, dass ...

... die Körperuhr bei Teenagern anders tickt? Ihr Rhythmus unterscheidet sich von dem erwachsener Menschen und sie können sich vor 10 Uhr morgens kaum konzentrieren. Deswegen plädieren Chrono-Biologen für einen späteren Schulbeginn.

... die Unfallgefahr auf den Straßen nachmittags am höchsten ist? Der Körper schaltet auf Ruhezustand und das Reaktions-vermögen ist stark herabgesetzt.

... die meisten Babys in den frühen Morgenstunden zur Welt kommen. Dann ist der Körper entspannt und die Scherzempfindung am geringsten.

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