Die Azteken haben unter den alten Kulturen ein schlechtes Image: Sie gelten als kriegerisches Volk, als blutrünstige Schlächter, die zahlreiche grausame Menschenopfer darbrachten. Aber entspricht dieses Bild tatsächlich den historischen Tatsachen?
 Ihren Ruf als herzloses und barbarisches Volk haben die Azteken vor allem den Spanischen Konquistadoren unter Hernando Cortez zu verdanken. Aber die Eroberer selbst waren nicht minder grausam, und richteten zahllose Massaker unter den Indianern Mittel- und Südamerikas an. Aber die Azteken brachten nicht nur ihren Göttern Blutopfer. Ihre Hauptstadt Tenochtitlan war auf einer Insel gebaut, mit Straßen und Kanälen wie im heutigen Venedig. Hier lebten damals 200.000 Menschen - weit mehr als in jeder europäischen Stadt zu dieser Zeit. Es gab eine hoch entwickelte Literatur, die Frauen besassen das Recht auf Landbesitz und auch sonst herrschten hohe moralische Wertvorstellungen. Doch all das sollte die Azteken nicht vor dem Untergang - ausgelöst durch das Auftauchen der spanischen Eroberer - bewahren. BBC Exklusiv portraitiert in Der Tempel des Sonnengottes den schnellen Aufstieg und den raschen Fall eines Weltreiches auf dem Gebiet des heutigen Mexiko, und begleitet Archäologen und Forscher bei ihrer Suche nach den Gründen für den Niedergang dieser einmaligen Hochkultur.
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