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DER ANSCHLAG VON LONDON - PSYCHOLOGIE EINES SELBSTMORDATTENTATS  [OT: The 7/7 Bombers - A Psychological Investigation]

Diese BBC-Exklusiv Produktion vollzieht Schritt für Schritt die todbringende Reise der Männer nach und erstellt ein Psychogramm der Selbstmord-Attentäter. Dabei wird nicht nur ein minutiöses Protokoll des Ablaufs erstellt und Zeugen und Angehörige von Tätern und Opfern nach Motiven befragt, sondern auch nach Mitteln zur Prävention des Terrors gesucht.

Der 7. Juli 2005 sollte Europa verändern:

In der morgendlichen Rushhour explodieren binnen einer Stunde vier Bomben im Londoner Nahverkehr. Sie reißen 52 Menschen in den Tod und verletzen 700 ahnungslose Pendler. Doch die Täter waren keine Wahnsinnigen, sondern vier ganz normale junge Männer, aufgewachsen in einer europäischen Demokratie. Wie konnte es passieren, dass Familienväter und unauffällige Jugendliche zu eiskalten Selbstmord-Attentätern wurden?

Es begann wie ein ganz normaler Tag: Vier junge Männer machen sich am Morgen des 7. Juli aus der Umgebung von Leeds auf nach London. Auf den Fotos der Überwachungskameras wirken sie ganz normal, einfach Passagiere mit großen Rucksäcken. Doch wenig später werden sie ihre Bomben zünden und 52 Menschen mit in den Tod reißen – als Selbstmord-Attentäter mitten in Europa. Hasib Hussain, mit 18 der Jüngste, wird als netter Junge von nebenan beschrieben. Mohammed Sidique Khan, ein 30-jähriger Vater, war ein beliebter Hilfslehrer. Der 22 Jahre alte Shezad Tanweer galt als interessierter Sportstudent und der gebürtige Jamaikaner Germaine Lindsey war ein 19-jähriger Vater.

Also offenbar keine fanatischen, von ihrer Umwelt und dem sozialen Umfeld abgeschnittenen Extremisten. Aber was hat diese Männer zu ihren schrecklichen Taten getrieben? Dieser Film versucht ein Psychogramm der 7/7 Bomber, den Attentätern vom 7. Juli. Psychologe Andrew Silke unterstreicht die Wirkung von Gruppendynamik, die Meinungen und Taten ins Extreme steigern kann. Die wichtigste Motivation für junge Menschen und vor allem Männer, sich einer Terrororganisation anzuschließen, ist zudem das Verlangen nach Rache. Im Kampf gegen einen materiell mächtigeren Feind organisieren sich die Männer in kleinen Einheiten und stilisieren sich selbst zu Helden.

Kurz bevor sie die U-Bahn mit ihren unschuldigen Opfern besteigen filmen Überwachungskameras die vier Attentäter von London. Sie wirken vollkommen ruhig. Niemand vermutet ihr schreckliches Vorhaben.


Wussten Sie, dass...

...nur 13% der palästinensischen Selbstmordattentäter in Armut leben, im Vergleich zu einem Drittel aller Palästinenser?

...57% aller palästinensischen Attentäter mehr als einen High- School Abschluss besitzen, im Gegensatz zu 15% ihrer Altersgenossen?

 

ZU DEN INTERVIEWS 

Dieses VOD zur Dokumentation finden Sie im BBC Shop.

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